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Bildung Größte Mensa kocht internationaler - Zwei Drittel der Gerichte sind für Vegetarier
Leipzig Bildung Größte Mensa kocht internationaler - Zwei Drittel der Gerichte sind für Vegetarier
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23:59 08.04.2015
Generationswechsel in der "Mensa am Park": Jochen Gottschlich (l.), bislang Chef der insgesamt 62 Mitarbeiter in dieser City-Großküche, übergibt sein "Werkzeug" an das neue Führungsteam. Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig

"Unsere Studierenden sind nun mal Vorreiter auf vielen Gebieten - auch in Sachen Ernährung", erklärte dazu Jochen Gottschlich, der die Einrichtung des Studentenwerks seit der Eröffnung 2009 geleitet hat. Gestern überreichte der Theklaer den Staffelstab symbolisch - in Form riesiger Schneebesen und Kochlöffel - an seine Nachfolger weiter. Im verdienten Ruhestand will der 63-Jährige nun nicht nur wie bisher jeden Sonntag für die komplette Familie ein Menü zaubern. "Neuerdings koche ich auch für meine Große Schweizer Sennenhündin alles frisch. Sie heißt Abby, ist erst 3,5 Monate alt."

Andrea Diekhof, die Geschäftsführerin des Studentenwerks, gab dem neuen Leitungsteam die besten Wünsche mit auf den Weg. "Ich habe aber keine Zweifel, dass wir da ein gutes Team beisammen haben." Schließlich war der neue Mensa-Leiter René Sonne (46) nicht nur schon bislang Gottschlichs Stellvertreter. Zuvor sammelte der Küchenmeister Erfahrungen in großen Hotelrestaurants wie dem Palasthotel Berlin, dem früheren Interhotel Halle und verschiedenen Ramada-Hotels - so auch in Leipzig.

Sein Stellvertreter wird Sven Gerichow (50), der 2009 als Spezialitätenkoch ins Studentenwerk kam. Er brachte Meriten vom Grand Hotel Berlin, Grandhotel Hungaria in Budapest und vom einstigen Stammhotel Konrad Adenauers in Ettlingen bei Karlsruhe mit. Gerichow hat seit 2012 den Ausbau des veganen Speisenangebots in dem Gebäude neben der Leipziger Universität verantwortet. Für dessen Vielfalt und Qualität erhielt die "Mensa am Park" soeben den dritten Preis bei einer Umfrage der Tierschutzorganisation Peta. Und das unter 6360 Mensen in Deutschland!

Zum neuen Führungsteam gehört schließlich Torsten Panser (52), der zuletzt in der Mensa am Peterssteinweg tätig war, zum Beispiel aber auch schon in einem komplett aus Eis errichteten Hotel im schwedischen Jukkasjärvi nördlich des Polarkreises gearbeitet hat. Da der Anteil ausländischer Studierender steigt, zudem immer mehr Leipziger Kommilitonen auch ferne Länder besuchen, soll es unter den täglich 12 bis 16 Gerichten künftig noch mehr internationale Spezialitäten geben - zum Beispiel indisches Alu Gobi (Kartoffel-Blumenkohl-Curry) oder den Inka-Reis Quinoa, verspricht René Sonne. "Wir richten uns nach den Wünschen unserer Kundschaft", betont er. Deshalb wurden vor einiger Zeit aber auch die Bio-Gerichte wieder abgeschafft. Bei 30 Cent Zusatzkosten pro Mahlzeit fanden sich zu wenige Esser.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.04.2015

Jens Rometsch

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