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Großinvestition am Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

Wissenschaftspark bekommt Forschungshochhaus Großinvestition am Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

Am Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) steht eine Großinvestition bevor, die das Gelände des Wissenschaftsparkes an der Permoserstraße/Torgauer Straße sichtbar prägen wird.

Der frühere Isotopenturm ist bisher das einzige Hochhaus im Wissenschaftspark. Wenige Meter entfernt wird das UFZ-Forschungshochaus entstehen.

Quelle: Bertram Kober/ Punctum

Leipzig. Am Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) steht eine Großinvestition bevor, die das Gelände des Wissenschaftsparkes an der Permoserstraße/Torgauer Straße sichtbar prägen wird.

Geplant ist ein rund 35 Meter aufragendes Hochhaus, das vor allem mit Forschungslaboren bestückt wird. Aber auch Büros sollen in dem Riesen eingerichtet und so beste Arbeitsbedingungen für 170 Mitarbeiter geschaffen werden.

Auf LVZ-Anfrage sagte die administrative Geschäftsführerin Heike Graßmann, das UFZ platze am Standort Leipzig durch neue Wissenschaftlergruppen in den Bereichen Ökotoxikologie und Biotechnologie sowie der steigenden Zahl von Doktoranden „aus allen Nähten". Die derzeit vorhandenen räumlichen Kapazitäten würden nicht mehr ausreichen. „Wir freuen uns sehr, dass wir den Bund und die Länder davon überzeugen konnten, die notwendigen Mittel für den Neubau bereitzustellen."

Rund 26 Millionen Euro sind für ihn veranschlagt. Die Nutzfläche soll bei 4600 Quadratmetern liegen, 2300 davon sind für Laboratorien reserviert. Nachdem die Stadt Leipzig eine Bauvoranfrage zum ausgewählten Standort an der westlichen Grundstücksgrenze des Wissenschaftsparkes – und damit direkt an der Torgauer Straße – positiv beschieden hatte, läuft nun ein Realisierungswettbewerb. In der Ausschreibung heißt es unter anderem, das Bauwerk solle eine moderne und qualitativ hochwertige Architektursprache verkörpern sowie den Anforderungen an ein nachhaltiges Bauen genügen. Für Juli/August ist die Sitzung des Preisgerichtes geplant.

Angelaufen sind schon verschiedene Vergabeverfahren, um geeignete Fachleute für die technische Ausrüstung sowie die Labor- und Tragwerksplanung zu finden. Wenn alles reibungslos vonstatten geht, soll das Forschungshochhaus 2019 fertig sein. Es wird zwar eine bauliche Dominante, aber nicht das höchste Gebäude auf dem Areal. Mit seinen rund 40 Metern bleibt der frühere Isotopenturm der Spitzenreiter.

Hochgezogen wurde er Anfang der 1960er-Jahre für das Institut für stabile Isotope und hatte Kaskaden-Anlagen intus, mit denen die in chemischen Elementen enthaltenen Isotope getrennt und stabile gewonnen werden konnten. Mitte der 1990er Jahre wurde der einst von Berthold Schneider und Lothar Mothes entworfene Turmbau in ein Gästehaus des 1991 gegründeten UFZ umfunktioniert. Das Helmholtz-Zentrum ist der größte Arbeitgeber im Wissenschaftspark, wo zahlreiche weitere Forschungseinrichtungen ihren Sitz haben.

Schwergewichte sind neben dem vom Bund zu 90 Prozent und von Sachsen und Sachsen-Anhalt zu je fünf Prozent grundfinanzierten UFZ die Leibniz-Institute für Troposphärenforschung (Tropos) und für Oberflächenmodifizierung (IOM). Auch deren Infrastrukturen wurden kontinuierlich erweitert – beispielsweise mit dem architektonisch markanten Tropos-Wolkenlaboratorium und dem IOM-Nanoanlytikum. Wie berichtet, ist das Tropos weiter auf Zuwachs programmiert. Jüngst wurden Bauleistungen für ein neues Laborgebäude ausgeschrieben.

Mario Beck

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