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HTWK-Rektorin Lieckfeldt darf nach Krebserkrankung ihr Amt in Leipzig nicht antreten

HTWK-Rektorin Lieckfeldt darf nach Krebserkrankung ihr Amt in Leipzig nicht antreten

Die für den 1. Mai geplante Ernennung von Renate Lieckfeldt zur Rektorin der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) durch das sächsische Wissenschaftsministerium (SMWK) wird nicht stattfinden.

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Die für den 1. Mai geplante Ernennung von Renate Lieckfeldt zur Rektorin der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) durch das sächsische Wissenschaftsministerium (SMWK) wird nicht stattfinden.

Quelle: Andreas Döring

Leipzig. SMWK-Sprecher Karltheodor Huttner sagte auf Anfrage, es gebe dafür "beamtenrechtliche Gründe". Genauer wollte er sich nicht äußern. Lieckfeldt erklärte gegenüber der LVZ, sie habe 2010 eine schwere Erkrankung überstanden und solle nun wegen eines möglichen Rückfall-Risikos das Amt nicht übernehmen dürfen.

Im Januar schien die lange Zeit der Rektorsuche an Sachsens größter Fachhochschule endlich vorbei: Der erweiterte Senat wählte die Professorin, die als externe Kandidatin antrat, in das Spitzenamt. Seitdem pendelte Lieckfeldt zwischen ihrer Noch-Hochschule in Gelsenkirchen und ihrem künftigen Wirkungsort, der HTWK. "Sie hat hier bereits mit allen Dekanen intensive Gespräche geführt, den Kontakt zur Basis gesucht und sich für die neue Aufgabe bestens gerüstet", hieß es aus HTWK-Kreisen.

Zuvor hatte das Rektoratskollegium den Hochschulangehörigen mitgeteilt, dass es bei einem Gespräch im SMWK am 12. April darüber informiert worden war, dass derzeit von einer Bestellung Lieckfeldts "nicht auszugehen ist".

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Im Januar schien die lange Zeit der Rektorsuche an Sachsens größter Fachhochschule endlich vorbei: Der erweiterte Senat wählte die Professorin, die als externe Kandidatin antrat, in das Spitzenamt.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Bis auf weiteres wurden deshalb der Kanzler und die zwei Prorektoren ministeriell beauftragt, die HTWK zu leiten. Huttner erklärte, das SMWK könne aufgrund des laufenden Verfahrens sowie aus Datenschutzgründen und einer möglichen juristischen Auseinandersetzung keine Details nennen. Es gehe prinzipiell darum, dass der Rektorposten der eines Wahlbeamten ist und damit bestimmte rechtliche Voraussetzungen verbunden seien, so Huttner.

"Ich habe auch im Ministerium versucht klarzumachen, dass mit dem Problem öffentlich umgegangen werden muss und Intransparenz der falsche Weg ist", sagte Lieckfeld, die sich am 15. April in einem Schreiben an den erweiterten HTWK-Senat gewandt und darin die Situation aus ihrer Sicht geschildert hatte. Darin ging sie auch auf ihr Krebsleiden im letzten Jahr ein, das erfolgreich therapiert worden war.

"Ich bin mit neuer Kraft, Energie und mentaler Freiheit aus der Erkrankung hervorgegangen", heißt es in dem Brief. Mit selbiger Kraft und Energie werde sie sich gegen die nicht haltbare Vorgehensweise des SMWK wehren und darum kämpfen, "dass die HTWK die durch ihre Wahlentscheidung legitimierte Rektorin bekommt".

Wie berichtet, hatte die 45-Jährige bereits 2010 Rechtsmittel eingelegt, um ihre Kandidatur für den Rektorenposten zu ermöglichen, nachdem sie vorher ohne stichhaltige Begründung nicht in den Bewerberkreis aufgenommen worden war. Bei der Wahl setzte sich die Mutter von drei Kindern dann gegenüber den Mitbewerbern Hubertus Milke und Fritz Peter Schulze, die beide als HTWK-Professoren tätig sind, durch.

In dem der LVZ vorliegenden Brief an die Senatoren schreibt Lieckfeldt, die für fünf Jahre gewählt wurde, die Hochschule dürfe durch die entstandene Lage in ihrer Entwicklung nicht aufgehalten werden. Wenn gewollt, stehe sie als externe Moderatorin bei den Sitzungen der Hochschulentwicklungs- und Personalentwicklungskommission zur Verfügung. Seitens der amtierenden HTWK-Leitung hieß es, es müsse "in einem möglichst überschaubaren Zeitraum" eine Lösung gefunden werden - im Rahmen "direkter Abstimmungen" zwischen Lieckfeldt und dem SMWK.

Mario Beck

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