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Handchirurgie: Leipziger Klinik in der Eisenbahnstraße holt neuen Experten

Handchirurgie: Leipziger Klinik in der Eisenbahnstraße holt neuen Experten

Diese Verstärkung in ihren Reihen zu wissen, macht Mediplus-Klinikchef Göran Wild (42) und Kollegen richtig stolz. Seit Jahresbeginn ist Roman Slodicka (52) - gebürtig in der Slowakei - in ihrer Praxisklinik in der Eisenbahnstraße mit von der Partie.

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Fachsimpeln über die Hand: Göran Wild (l.) und Roman Slodicka.

Quelle: André Kempner

Leipzig. International gilt er als Koryphäe der Handchirurgie. Eine "Spezies", die in Leipzig noch recht rar ist. "Mit Professor Slodicka können wir jetzt das gesamte Spektrum der Handchirurgie anbieten - vom Neugeborenen bis zum Senior und selbst für die kompliziertesten Krankheitsbilder", meint Wild.

Slodicka könne, was nicht viele seines Fachs können: Rekonstruktionen und Korrekturen von angeborenen Fehlbildungen der Hand und des Unterarms etwa. "Handchirurgie allgemein haben wir bisher ja bereits gemacht. Aber zum einen werden bei uns immer mehr Menschen immer älter, was mit einer Vielzahl diesbezüglich motorischer Probleme einhergeht. Zum anderen verlagert sich die Arbeit der Menschen immer mehr auf die Beanspruchung der oberen Extremitäten. Ein Zuwachs diesbezüglicher Erkrankungen bleibt wohl künftig nicht aus", sagt Wild. Slodicka bekräftigt: "Handy, Computer, Tablets - - wir machen heute viel mehr Hand und Finger belastende Tätigkeiten. Handgelenksarthrosen, degenerativer Gelenkverschleiß und dergleichen sind im Anstieg begriffen. Mir sind schon Kinder mit einem Überlastungssyndrom untergekommen, weil sie mehr als 50 SMS am Tag schrieben", meint er schmunzelnd.

Die Mediplus-Klinik ist vordergründig auf ambulante beziehungsweise teilstationär erforderliche Chirurgie, Physiotherapie und Rehabilitation ausgerichtet. "Wir nähen hier nicht gerade abgetrennte Hände nach einem Unfall oder so an", betont Slodicka. "Das überlassen wir den versierten Kollegen der Handchirurgien im Klinikum St.Georg und im Uni-Klinikum Leipzig." Aber was sich beispielsweise daraus an nötigen - auch operativen - Nachbehandlungen ergibt, könne geleistet werden. Nicht zuletzt versteht sich Chirurg Slodicka auf Nerven und Sehnen, deren Rekonstruktion sowie auf sensible und motorische Nervenersatzplastiken. "Und, um noch mal das Beispiel mit der angenähten Hand zu bemühen: Danach kommt es ja gerade darauf an, dass auch alles wieder funktioniert - die kleinsten Knöchelchen, die Gefäße, sämtliche Nerven und Sehnen, selbst betroffene Hautpartien. Nicht selten macht das etliche weitere Eingriffe nötig. Die Hand ist nunmal eines der kompliziertesten menschlichen Gebilde", gibt Slodicka zu bedenken.

Für ihn bestehe das große Plus der Leipziger Mediplus darin, "dass hier das ganze interdisziplinäre fachmedizinische Angebot vor Ort ist, um Hand-Patienten auch wirklich rundum zu versorgen - bis hin zu Physio- und Ergotherapie". Und überdies jetzt ergänzt durch Möglichkeiten zur Gelenkspiegelungen (Arthroskopien) und für künstlichen Gelenkersatz bei Fingern und Handgelenken.

Professor Slodicka ist seit 1992 in Deutschland. Der Liebe wegen sei er über die Grenze gekommen, sagt er. Seine damalige Frau - eine Hallenserin. Er war seither in vielen renommierten deutschen Kliniken an leitender Stelle tätig - in Halle, Berlin - Auch die Vereinigten Arabischen Emirate angelten ihn sich als Chefarzt. Nach zwei Jahren in Abu Dhabi zog es ihn 2012 wieder zurück in europäische Gefilde. Slodicka, der nicht zuletzt 2002/2003 die Internationale Gesellschaft für Handchirurgie mitbegründete, lebt heute in Apolda und arbeitet in drei thüringischen Kliniken, deren Unfallchirurgien bis zu seinem Kommen auch über keinen expliziten Handchirurgen verfügten. Zweimal wöchentlich - mittwochs und freitags - unterstützt er nun jedoch auch Wild und Kollegen an der Pleiße.

Mediplus-Klinik, Eisenbahnstr. 1-3, Anmeldung für Prof. Slodickas Sprechstunde unter Tel. 0341 6991650 oder 0152 08811027.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.02.2015

Angelika Raulien

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