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Bildung Helmholtz-Zentrum in Leipzig erforscht Folgen der Energiewende
Leipzig Bildung Helmholtz-Zentrum in Leipzig erforscht Folgen der Energiewende
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11:14 04.12.2011
Georg Teutsch, Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

„Es geht darum, die Kehrseite der Energiewende zu untersuchen“, sagte der wissenschaftliche Geschäftsführer des UFZ, Georg Teutsch, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

„Gemeint ist beispielsweise die Frage, was geschieht denn auch langfristig, wenn Windparks in die Nordsee gebaut werden“, sagte der Professor. „Wie vertragen sich der Schutz der Artenvielfalt und der Bau von Stromtrassen quer durch ganz Deutschland.“

Die Helmholtz-Gemeinschaft starte dafür eine Energieinitiative, die das Konzept der Bundesregierung wissenschaftlich unterstützen soll. Neben dem UFZ, das die Koordination übernimmt, arbeiten daran das Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ), das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven und das GEOMAR in Kiel. Der Titel des Projekts lautet „Minimierung der Umweltauswirkungen durch die deutsche Energiewende“.

Teutsch sieht das UFZ zunehmend in der Beraterrolle, gerade in der Energiewende. „Wir wollen der sogenannte ehrliche Makler sein für Politik, Nichtregierungsorganisationen und Industrie“, sagte der Wissenschaftler. Erst kürzlich habe ein UFZ-Wissenschaftler im Umweltausschuss des Bundestages eine Stellungnahme zum umstrittenen Fracking - das ist die Gewinnung von Schiefergas - abgegeben. „Es muss ein gesellschaftlicher Konsens entstehen.“ Letztendlich gehe es darum, bei den Menschen die Akzeptanz für neue Lösungen herzustellen.

Das UFZ mit Standorten in Leipzig, Halle und Magdeburg besteht am 12. Dezember 20 Jahre. In dieser Zeit habe sich das Profil des Instituts deutlich verändert, sagte Teutsch. 1991 sei es mit dem Auftrag eröffnet worden, in der von Chemie- und Braunkohlenindustrie geprägten Region Altlasten- und Sanierungsforschung zu betreiben. Inzwischen werde in 34 Departements international ausgerichtete Umweltforschung betrieben. Einer der Schwerpunkte ist die Wasserforschung. „Wir arbeiten auf fünf Kontinenten an Wasserfragen“, sagte Teutsch, der das UFZ seit 2004 leitet.

Gitta Keil, dpa

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