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Bildung Himalaya-Expedition: Uni-Mediziner auf Gipfelkurs
Leipzig Bildung Himalaya-Expedition: Uni-Mediziner auf Gipfelkurs
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01:00 11.10.2013
Bei der Forschungsexpedition am 7000er Himlung Himal im Himalaya sind die beteiligten fünf Leipziger Mediziner kräftig in der Spur. Sie richten derzeit ein Hochlager auf rund 6000 Metern ein. Quelle: SwissExped

Gemeinsam mit ihren Kollegen aus Bern haben sich die Ärzte Katy Rosenke, Ludger Mende und Gero Schulze sowie die Krankenschwestern Jana Bauer und Nicole Brettschneider am 7126 Meter messenden Himlung Himal schon bis auf rund 6000 Meter hochgearbeitet. Dort installieren sie gerade ein Zwischenlager, das als Forschungsstützpunkt genutzt wird.

Nach der Ankunft in Nepals Hauptstadt Kathmandu war der Tross sechs Tage bis ins Zielgebiet unterwegs und richtete sich dann im Basecamp häuslich ein. Alles lief planmäßig, überschattet wurde der Anmarsch allerdings von einer Botschaft vom Berg. Bei einer anderen Seilschaft hatte der Himlung Himal zugeschlagen. Durch eine Lawine wurden drei Sherpas getötet. "Was uns betrifft, sind alle - mal abgesehen von gelegentlichem Kopfweh und Magenverstimmungen - in guter Verfassung", kabelte Tommy Dätwyler gestern an die LVZ. Der Schweizer ist die zentrale Kontaktperson der gesamten Truppe für die Medien. In den nächsten Tagen herrsche aber Funkstille, weil sowohl die Probanden als auch die Wissenschaftler am Berg agieren würden. Wie berichtet, soll der Riese nicht nur bestiegen, sondern während des Gipfelsturms auch ein umfangreiches Forschungsprogramm absolviert werden, bei dem die Leipziger eine zentrale Rolle spielen. Sie gehören zu jener Gruppe, die bei den Probanden eine Vielzahl von medizinischen Tests vornehmen, um den Ursachen und Wirkungen der Höhenkrankheit auf den Grund zu gehen.

"Wir wollen beispielsweise herausfinden, ob der Sauerstoffmangel im Gehirn nachweisbare organische Veränderungen mit sich bringt", hatte Mende vor dem Expeditionsstart erklärt. Bei dem alpinistischen Großprojekt im Dienst der Wissenschaft muss gewichtige Gerätetechnik entlang der Route in drei Lagern platziert werden. Das, wo die UKL-Experten jetzt aktiv sind, trägt die Nummer 2 und liegt auf 6085 Metern. Als nächstes kommt Camp Nummer 3 in 6900 Metern Höhe an die Reihe, das auf einer Eisfläche unter dem Gipfel errichtet wird. Der Gang ganz nach oben und damit in die bei 7000 Metern beginnende sogenannte Todeszone könnte schon in der kommenden Woche erfolgen. Ende des Monats wollen die Leipziger dann wieder in der Heimat sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.10.2013

Mario Beck

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