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Bildung Implantat-Zentrum für Gehörprothesen am Universitätsklinikum Leipzig eröffnet
Leipzig Bildung Implantat-Zentrum für Gehörprothesen am Universitätsklinikum Leipzig eröffnet
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16:56 21.04.2010
Ein Innenohrimplantat wird in einer mehrstündigen Operation eingesetzt. Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Ziel der neu eröffneten Einrichtung sei es, die Behandlung und Versorgung dieser Patienten in der Region zu verbessern. Um eine individuelle Betreuung zu gewährleisten, arbeite das neue Leipziger CI-Zentrum nach eigenen Angaben eng mit Hirnforschern der Universität Leipzig und - bei Kindern - dem Förderzentrum Samuel Heinicke zusammen.

Die Versorgung schwerhöriger Kinder und Erwachsener mit einem Cochlea-Implantat ist ein weltweit standardisiertes Verfahren, von dem nun auch die Patienten aus Leipzig und Umgebung profitieren können. „Ein CI ist eine elektronische Innenohrprothese, mit der sich das Hörvermögen ertaubter und hochgradig Schwerhöriger deutlich verbessern lässt. Dazu wird mittels einer Operation ein kleiner Elektrodenträger in die Hörschnecke des Innenohrs eingesetzt. Die Schallsignale werden direkt elektrisch an den Hörnerv übertragen“, erklärt der Ärztliche Leiter des Zentrums, Professor Michael Fuchs, das Verfahren.

 

Das Cochlea-Implantat-Zentrum des Universitätsklinikums Leipzig wurde am Mittwoch eröffnet. Wenn eine Hörstörung so stark ausgeprägt ist, dass ein Hörgerät nicht ausreicht, kann eine elektronische Innenohrprothese, ein so genanntes Cochlea-Implantat helfen. Ziel der neu eröffneten Einrichtung sei es, die Behandlung und Versorgung dieser Patienten in der Region zu verbessern.

Doch mit der OP allein ist es nicht getan – sie macht nur etwa 20 Prozent der gesamten Therapie aus. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist vor allem auch die Phase nach der OP. Der Patient muss erst lernen, mit der neuen Hörsituation umzugehen. In einem langen Prozess wird das CI so lange an den Patienten angepasst, bis der er wieder hören kann.

Nach dieser intensiven Phase werden alle CI-Patienten weiter vom Cochlea-Implantat-Zentrum betreut – und zwar ein Leben lang: „Das verdeutlicht die Besonderheiten dieser Therapie. Die Diagnostik, Therapie und Rehabilitation gelingt nur mit einem eingespielten Team aus erfahrenen Ärzten, Technikern, Therapeuten, Audiologen, Pädagogen und Wissenschaftlern. Auch die Patienten spielen eine große Rolle. Sie müssen mit uns an einem Strang ziehen“, sagt Professor Andreas Dietz, Direktor der HNO-Klinik.

Florian Ibrügger

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