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Bildung In Böhlitz-Ehrenberg endet ein Dauer-Provisorium
Leipzig Bildung In Böhlitz-Ehrenberg endet ein Dauer-Provisorium
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16:25 19.05.2015
Containerbau der Grundschule Böhlitz-Ehrenberg. Quelle: André Kempner

Das entschied jetzt die Rathausspitze.

Damit verschwindet der marode Unterrichtscontainer, der - nur als Provisorium gedacht - schon vor 14 Jahren abgerissen werden sollte. Nur weil die Stadt in dem Ortsteil nicht neu bauen wollte, verlängerte sie immer wieder die Betriebsgenehmigung für den früheren Bürotrakt, in den es zeitweilig reinregnete und an dessen Wänden sich Schimmel bildete. Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) gestern auf LVZ-Anfrage: "Ich bin froh, dass wir uns auf ein Konzept verständigt haben, das die schulischen Bedingungen in Böhlitz-Ehrenberg deutlich verbessert." Eigentlich sollte das Papier schon 2012 vorliegen. "Es hat sich verzögert", räumte er ein, "weil die Baumaßnahme nun deutlich umfangreicher ausfällt als wir mit dem Ortschaftsrat vertraglich vereinbart hatten."

"Zukunftsfähiges Konzept zum Schulstandort Böhlitz-Ehrenberg" - so ist die Vorlage aus der Dienstberatung des Oberbürgermeisters überschrieben. Sie ist mit dem Vermerk "nicht öffentlich" versehen und auch nicht zur Bekanntmachung vorgesehen. Kein Wunder.

Denn freiwillig kam das Bauprojekt nicht zustande. Ursprünglich verfolgte die Stadtverwaltung die Absicht, den Böhlitz-Ehrenbergern die bei Eltern beliebte Mittelschule wegzunehmen. In das dreigeschossige Gebäude aus dem Jahre 1903 sollte stattdessen die Grundschule ziehen, die dort aus Platzmangel schon einige Unterrichtsräume nutzt. Mit dieser Lösung hätte Leipzig aber gegen den Eingemeindungsvertrag von 1998 verstoßen, mit dem es die damals selbstständige Gemeinde Böhlitz-Ehrenberg in den Stadtverbund lockte. Das Papier sah den Erhalt von Grund- und Mittelschule in Böhlitz-Ehrenberg vor. Und das sah auch das Verwaltungsgericht so, vor dem Stadtverwaltung und Ortschaftsrat ihren Streit zuletzt ausfochten (die LVZ berichtete). Daraufhin verständigten sich beide Seiten zunächst auf eine Investitionssumme von 620 000 Euro, um zumindest ordentliche Unterrichtsbedingungen in Böhlitz-Ehrenberg zu schaffen.

"Wir sind gewillt, weitere Schritte zu gehen", so Fabian. Daher legte er jetzt nicht nur mehr als eine Millionen Euro drauf. Der Ersatz des Grundschulcontainers soll nunmehr nur der Anfang einer "langfristigen Umgestaltung" des Schulstandortes sein. In Abhängigkeit von der Haushaltslage sei ab 2018 auch eine Erweiterung der Grundschule vorgesehen. Damit könnte die ihre Unterrichtsräume in der benachbarten Mittelschule dann aufgeben, was eine Voraussetzung für die Erweiterung des Mittelschulbetriebes ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.07.2013

Staeubert, Klaus

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