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Bildung Interesse an Chinesisch wächst - mehr Sprachschüler am Leipziger Konfuzius-Institut
Leipzig Bildung Interesse an Chinesisch wächst - mehr Sprachschüler am Leipziger Konfuzius-Institut
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16:48 04.08.2010
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Leipzig/Dresden

Derzeit nutzen etwa 55 Schüler und 65 Erwachsene die Angebote des gemeinnützigen Institutes, sagte Geschäftsführer Thomas Rötting und machte zugleich Unentschlossenen Mut: „Chinesisch ist nicht so kompliziert wie man denkt. Man kommt schnell in diese Sprache rein.“ In Asien gebe es weitaus schwierigere Sprachen. Rötting (31) selbst hat Chinesisch studiert und sich auch im Reich der Mitte ausbilden lassen.

Nach Angaben des Konfuzius-Institutes sind die Motive für ein Erlernen der chinesischen Sprache ganz unterschiedlich. Viele benötigten sie für ihren Beruf. So hätten beispielsweise ein Banker und ein Diplomat individuellen Unterricht am Institut erhalten. Touristen buchten gern Wochenendkurse, um sich für ihre China-Reise zumindest mit Grundkenntnissen auszurüsten. Schließlich gebe es auch Sprachfans, die aus rein linguistischem Interesse Chinesisch lernen. Markant für diese Sprache ist die Tonalität. Im Hochchinesischen werden die Silben in 4 Tönen moduliert. Chinesisch wird weltweit von mindestens 1,5 Milliarden Menschen gesprochen.

Das Konfuzius-Institut offeriert neben Sprachkursen Seminare, Vorträge, Ausstellungen und Filmreihen. Auch Veranstaltungen zu Musik, Kalligrafie oder Malerei sind im Angebot. Anfang dieser Woche waren 20 sächsische Schüler aus dem „Konfuzius Summer Camp“ in China zurückgekehrt. Zwei Wochen lang gab es dort Unterricht. Außerdem besuchten die Mädchen und Jungen chinesische Familien und Sehenswürdigkeiten wie die Verbotene Stadt und die Große Mauer. Auch im kommenden Jahr ist ein solches Sommercamp geplant.

In den Lehrplänen sächsischer Schulen gibt es Chinesisch als Fach nicht. Interessenten finden sich hier aber als Arbeitsgemeinschaften zusammen. Nach Angaben des Kultusministeriums lernen die meisten Mädchen und Jungen im Freistaat Englisch, im letzten Schuljahr waren das 318 073. Auf den Plätzen folgen Französisch (56 051), Russisch (18 650), Latein (18 407) und Spanisch (8620). Für die Sprachen der sächsischen Nachbarländer Tschechien und Polen haben sich dagegen nur 2259 bzw. 1626 Schüler entschieden. Arabisch lernen immerhin 838 junge Sachsen, bei Japanisch ist ein Einzelkämpfer aufgelistet.

dpa

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