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Bildung Interim für Architektur-Studenten
Leipzig Bildung Interim für Architektur-Studenten
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Verwaiste HTWK-Bauten in Markkleeberg: Hier bekommt der Fachbereich Architektur bald sein Interim bis 2017. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Das war im Juli, mittlerweile hat sich die damals bestehende Aufregung gelegt. Aufgekommen war sie im Zusammenhang mit dem künftigen Ausweichquartier für den Fachbereich Architektur. Bisher hat er sein Domizil in der vierten Etage des Lipsius-Baus am Campus in Connewitz. Dort steht nun der Kehraus an. Überall hängen Zettel, dass die Ateliers und Seminarräume spätestens bis zum 31. August aus- und aufzuräumen sind. Grund: Noch während der vorlesungsfreien Zeit wird der Umzug nach Markkleeberg vollzogen - ins sogenannte Arch Interim am Park. Dahinter verbirgt sich der ehemals von der Fakultät für Maschinenbau und Energietechnik genutzte Gebäudekomplex in der Koburger Straße 62.

Dort wuchert derzeit Wildwuchs und an der Eingangspforte hängt ein verblichenes Hinweisschild, dass "dieses Objekt ab dem 1. März 2015 nicht mehr genutzt wird". Damals waren die Maschinenbauer und Energietechniker in ihren Institutsneubau am Campus Connewitz gewechselt. Nun soll in die Immobilie in Markkleeberg wieder Hochschulleben einziehen. Mit Beginn des Wintersemesters im Oktober startet dort die Architekurlehre mit kompletter Ausrüstung: Also Ateliers, Modellbauwerkstatt, Computerpool, Vorlesungs- und Seminarräumen. Auch das Studien- und Prüfungsamt wird dort einquartiert und am 15. Oktober - quasi als Eröffnung - ein Architekturfest ausgerichtet.

Bis zum Sommer 2017 soll der Fachbereich an dem Standort jenseits der Leipziger Stadtgrenze beheimatet sein, während der vierte Stock im Lipsius-Bau einer Umgestaltung unterzogen wird. Er wird so auf Vordermann gebracht, dass den Architekten perspektivisch die gesamte Etage mit der nötigen Infrastruktur zur Verfügung steht. Bisher teilten sie sich das Areal mit dem HTWK-Sprachenzentrum, das nunmehr im benachbarten Geutebrück-Bau unterkommt. Dass die Architekten mehr Platz brauchen hängt vor allem mit einer politischen Weichenstellung zusammen.

Im sächsischen Hochschulentwicklungsplan ist die Auflösung der Architektur-Fakultät am Standort Reichenbach der Westsächsischen Hochschule Zwickau fixiert. Acht der dortigen Dozenten gehören seit Kurzem nun zum Kollegium der HTWK.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.08.2015

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