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Bildung Internationale Spezialisten üben in Leipzig Nasen-OP mit Hightech
Leipzig Bildung Internationale Spezialisten üben in Leipzig Nasen-OP mit Hightech
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23:59 23.01.2015
Quelle: IRDC

Als erster deutscher Hals-Nasen-Ohren-Arzt, wie es hieß.

Die Auszeichnung honoriert laut der Internationalen Panarabischen Gesellschaft für Nasenheilkunde einen langjährigen Einsatz des Professors für chirurgische Assistenzsysteme und das Training im Bereich der Hals-Nasen-Ohrenchirurgie. Mit inzwischen mehr als 20 Trainingskursen in Leipzig und mehr als 30 Veranstaltungen vor Ort hätten Strauss und seine Mitarbeiter die Techniken der Navigation und weiterer Assistenzsysteme in der Nasennebenhöhlen- und der Mittelohrchirurgie in Ländern wie Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, Libanon, Irak, Iran, Oman und Kuweit publik gemacht. Seit mehr als zehn Jahren, wie es hieß. Dazu kämen mehr als 50 Patienten pro Jahr, die teils in ihren Heimatländern, zumeist aber auch in Leipzig operiert werden.

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"Meine Mitarbeiter und mich freut die Auszeichnung sehr. Dabei wurden wir bereits mit zahlreichen Freundschaften und dem damit verbundenen fachlichen Austausch belohnt", so der Geehrte. Es mache aber schon stolz, "dass heute Entwicklungen aus Leipzig, wie die Unterstützung der Operation mit Navigation oder dem OP-Computer inzwischen in vielen Ländern zum Standard der modernen HNO-Chirurgie gehören". Die neuesten diesbezüglichen Entwicklungen umfassten hier übrigens den Einsatz von so genannten Videobearbeitungsalgorithmen: Sie machen an sich unsichtbare Strukturen der Schleimhaut sichtbar. "Der Trend geht zu einer immer besseren Darstellung der wichtigen Strukturen, die uns eine Operation mit Instrumentennavigation ermöglichen. Dies alles in Kombination mit Miniaturrobotern erlaubt neue, immer kleinere Zugänge", so Strauss. Inzwischen seien mit der Entwicklung jenes Gebietes indirekt oder direkt auch mehr als 100 Arbeitsplätze und fünf Unternehmensgründungen in der Region verbunden.

Seinen Preis konnte Strauss übrigens im Rahmen des diesjährigen Trainingskurses zur Nasenchirurgie entgegennehmen, der diese Woche im Leipziger Entwicklungs- und Trainingszentrum für Medizintechnologie (IRDC) stattfand. "Auch dieser Kurs war mit mehr als 35 teilnehmenden Experten, davon zahlreiche wiederum aus arabischen Ländern, ausgebucht", so IRDC-Geschäftsführerin Iris Gollnick.

Diesmal sei es vor allem um minimal-invasive Verfahren zur Behandlung der Nasennebenhöhlenerkrankungen, Zugänge zur Stirnhöhle, der Tränenwege und der Schädelbasis gegangen. Der Kurs sei äußerst hilfreich für ihre praktische Arbeit daheim, resümierte beispielsweise die russische Ärztin Olga Romanova. "Ich werde ihn meinen Kollegen und Studenten gern weiterempfehlen", sagte sie.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.01.2015

Raulien, Angelika

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