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Bildung „Jüdische Schulgeschichten“: Bücher an Leipziger Bibliotheken übergeben – Dokumentarfilm geplant
Leipzig Bildung „Jüdische Schulgeschichten“: Bücher an Leipziger Bibliotheken übergeben – Dokumentarfilm geplant
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17:12 28.09.2011
Museumsleiterin Elke Urban, Sozialbürgermeister Thomas Fabian, Amtsleiter Arne Ackermann und Michaela Benter halten das Buch "Jüdische Schulgeschichten - Ehemaliger Leipziger erzählen" in ihren Händen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Sie sollen zukünftig nicht nur einem breiten Publikum zur Verfügung stehen, auch in Schulen soll mit ihnen gearbeitet werden.

Sozialbürgermeister Thomas Fabian überreichte die Bücher für die öffentlichen Bibliotheken der Stadt Leipzig stellvertretend an Amtsleiter Arne Ackermann und für die Schulbibliotheken Michaela Benter. Die Übergabe fand im Raum der Carlebachschule statt, einer ehemaligen jüdischen Volksschule.

365 Seiten dick ist das Buch, in dem 42 Interviews über das Leben vor 1939 in Leipzig nachzulesen sind. Museumsleiterin Elke Urbau hat dazu in den letzten sieben Jahren 50 ehemalige Leipziger Juden befragt. Sie erzählen neben ihren schönsten Kindheitserinnerungen auch von den einschneidenden Erlebnissen, die ihre Kindheit beendeten. Der Leser bekommt durch diese Erzählungen einen Eindruck davon, was das Leben als Jude Leipzig bedeutete.

„Ich bin davon überzeugt, dass hiermit ein wichtiger Bildungsauftrag erfüllt wird. Die Geschichten sind nicht nur spannend zu lesen, sondern regen auch zum Nachdenken an und fördern die politische Bildung“, sagte Fabian. Außerdem sei es ein guter Zeitpunkt für die Übergabe, da erst letzte Woche die Städtepartnerschaft mit Herzliya in Israel unterzeichnet wurde.

Elke Urban war bei der Unterzeichnung dabei und erst vor einigen Tagen aus Israel zurück kommen. Bei der Veranstaltung in Herzliya habe sie viele ihrer Interviewpartner wieder getroffen. „Es war nicht leicht, die Interviews zu führen. Oft war die Sprache eine Hemmschwelle, da viele ehemalige Leipziger bis zu 60 Jahren kein Deutsch mehr gesprochen haben. Aber wenn sie es versucht haben, dann klang es noch sächsisch“, sagte Urban.

Die Kontakte zu den insgesamt 50 Interviewpartnern seien im Rahmen der jüdischen Woche oder der Begegnungswoche entstanden. Alle Gespräche fanden in Leipziger Hotels oder im Schulmuseum statt. Eine Videokamera begleitete die Interviews. Aus den Aufnahmen soll bis spätestens zum 27. Januar ein Dokumentarfilm produziert werden.

Vivian Degen

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