Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bildung Kanzlerposten an der Uni Leipzig: Zwei Kandidaten machen Rückzieher
Leipzig Bildung Kanzlerposten an der Uni Leipzig: Zwei Kandidaten machen Rückzieher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:58 12.02.2014

Zu Wochenbeginn ging es nach LVZ-Informationen wieder um die leidige K-Frage. Die letzte Runde des Auswahlverfahrens sollte über die Bühne gehen, aber daraus wurde nichts. Zwei der Kandidaten für den Posten des Verwaltungschefs an der Alma mater sagten ab, die für Dienstag anberaumte Vorstellungsrunde bei der Sitzung des akademischen Senates wurde ebenso von der Tagesordnung gestrichen wie der für Mittwoch geplante Termin beim Hochschulrat, dem Ex-Generalbundesanwältin Monika Harms vorsteht.

Damit setzt sich die Pannenserie bei der Kanzlersuche fort, die seit 2012 andauert. Nach der Ausschreibung des Postens waren damals im Juni drei Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden, zwei mochten dann doch nicht kommen, einzig Amtsinhaber Frank Nolden stand noch zur Verfügung. Rektorin Beate Schücking ließ daraufhin die Stelle erneut annoncieren, worauf Nolden wieder ins Rennen ging, von Schücking aber ein Kandidat aus Hamburg nominiert wurde. Auch der Senat fand den Bewerber passend, doch der Hochschulrat stellte sich quer. Im Februar 2013 blitzte der Mann bei dem Gremium ab. Danach folgten Krisengespräche, weil der Zeitkorridor immer enger wurde. Denn der Anstellungsvertrag von Nolden, der das Kanzleramt seit 2005 inne hatte, lief noch bis Ende Juni 2013. Bis dahin hätte eigentlich die Nachfolge geregelt werden müssen. Zu schaffen war das nicht mehr.

Als Nolden ging und später zum Rektor der Verwaltungshochschule in Meißen ernannt wurde, griff an der Uni eine Übergangslösung. Mit Fritz König übernahm der langjährige Personaldezernent kommissarisch die Kanzlergeschäfte. "Es geht schließlich um das Wohl der Universität, der ich seit 40 Jahren angehöre", meinte König, als er einsprang. Im April feiert er nun seinen 65. Geburtstag. Unklar ist angesichts der neuerlichen Bewerber-Pleite, wie es dann weitergeht.

Im Hochschulgesetz ist vorgeschrieben, dass der Kanzler vom sächsischen Wissenschaftsministerium als Beamter auf Zeit ernannt wird - auf Vorschlag des Rektors, nach Anhörung des Senates und im Einvernehmen mit dem Hochschulrat.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.02.2014

Mario Beck

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Vom 14. März bis 11. April findet erneut die Kinderuniversität Leipzig statt. Die vier angebotenen Vorlesungen richten sich an Acht- bis Zwölfjährige. Anmeldungen zu den kostenlosen Veranstaltungen sind bereits möglich.

12.02.2014

Mit lautem Klingeling sind gestern rund 100 Studenten durch die Stadt geradelt, um gegen die Stellenkürzungen an der hiesigen Uni und anderen Hochschulen in Sachsen zu protestieren.

12.02.2014

Er ist ehemaliger Leipziger: Inzwischen leitet der promovierte Kunsthistoriker Andreas Thielemann (58) die Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom.

17.01.2017
Anzeige