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Bildung Kinder in der Manege - Projektzirkuswoche in der Schule 5 am Stadion
Leipzig Bildung Kinder in der Manege - Projektzirkuswoche in der Schule 5 am Stadion
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23:59 21.04.2015
Schüler der 5. Schule beim Proben für den Projektzirkus Sperlich. Quelle: André Kempner
Leipzig

Und scheint auch bei der jüngsten Generation noch Begeisterung zu wecken. In der Schule 5, den Bildungscontainern direkt am Stadion, ist gerade Projektzirkuswoche.

Bühne frei für Artisten, Fakire und Clowns in Miniformat. Nicht zu gucken ist angesagt, sondern mitmachen. Selber im Scheinwerferlicht stehen - das ist die Idee des Projektzirkus. "Alle unsere 230 Schüler machen da mit", erzählt die stellvertretende Schulleiterin Elke Rosch, die die Projektwoche maßgeblich angeschoben hat. Beim Elternrat stieß sie mit der Idee auf offene Ohren. Rosch engagierte den Projektzirkus Sperling. Nach eigenen Angaben der erste seiner Art in Ostdeutschland. Die Zirkusfamilie stellt das Zelt und trainiert während der Woche die Schüler, unter anderem als Clowns, Fakire und Artisten.

Die Familie Sperling hat die Idee vom Auftritt in der Manege zu einem professionellen Programm für Schüler weiterentwickelt. "Bis 2004 waren wir als richtiger Zirkus unterwegs", erzählt Familienmitglied Manuel Sperlich, Mitglied der alten Zirkusfamilie und von Beruf Clown. Danach hätten sie den Projektzirkus entwickelt. "Das ist schon eine Welt für sich", sagt Manuel Sperlich. "In der Projektwoche können wir aber auch zeigen, was für eine kulturelle Besonderheit der Zirkus ist."

In diesen Tagen unterrichtet Sperling eine kleine Runde von Clownanwärtern. Drei Sketche proben sie. Aber warum gerade als Clown in die Manege? "Ich hatte schon immer einen witzigen Charakter", sagt der zehnjährige Tim. "Tollpatschig bin ich auch noch." Und sein Mitschüler Jan-Ole fügt hinzu: "Ich verkleide mich gerne, aber tollpatschig und lustig bin ich auch."

Währenddessen trainieren Nina und Hanna auf dem Seil. Gar nicht anstrengend sei das und mache großen Spaß, so die beiden. Aber: "Auf die Körperspannung müssen wir achten." Und Leon mag es, gefährliche Sachen zu tun. Seine Entscheidung war daher klar: "zu den Fakiren."

Es ist ein Projekt abseits des normalen Unterrichts zwischen Mathe und Rechtschreibung. "Die Schüler ziehen trotzdem sehr viel daraus", begeistert sich Elke Rosch. "Es ist ein gemeinsames Projekt - das verbindet und funktioniert nur mit Teamarbeit", sagt sie. Auch das Selbstbewusstsein werde gestärkt durch den Auftritt in der Manege. "Gerade für Schüler, die in der Schule sonst schwächer sind, kann das eine wertvolle Erfahrung sein", so Rosch. Drei Vorstellung vor Publikum sind geplant. Die letzte für diesen Samstag. Bald heißt es: Manege frei!

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.04.2015

Lucas Grothe

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