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Bildung Konferenz deutscher und syrischer Germanisten an der Uni Leipzig
Leipzig Bildung Konferenz deutscher und syrischer Germanisten an der Uni Leipzig
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21:42 07.10.2016
Die Konferenz der deutschen und syrischen Germanisten findet in der Universitätsbibliothek Albertina statt. (Archivbild) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Deutsche und syrische Germanisten treffen sich kommende Woche zu einer Konferenz an der Universität Leipzig. Inhaltlich dreht sich die Tagung um „Flucht, Exil und Migration in der deutschsprachigen Literatur“. Auch die Situation der syrischen Wissenschaftler werde Thema sein, teilte eine Sprecherin der Alma Mater mit.

Die Universitäten Damaskus und Leipzig sind seit dem 1970er Jahren Partner. Seit 2006 gibt es in der syrischen Hauptstadt ein Institut für Germanistik. Besonders bei der Förderung des akademischen Nachwuchses habe man in den vergangenen Jahren Erfolge erzielt, hieß es. Derzeit betreut der Leipziger Professor Dieter Burdorf mehrere syrische Doktoranden bei ihren Promotionsprojekten. Einer davon ist Abdallah Eldimagh, der gemeinsam mit Burdorf die Konferenz organisiert.

„Wir wollen in Leipzig einen wissenschaftlichen Diskurs etablieren, der in Syrien momentan nicht geführt werden kann“, so Burdorf. Zur Tagung werden viele syrische Germanisten erwartet, die derzeit in Deutschland leben. „Viele Kollegen konnten ihre Studien und Projekte in Syrien nicht mehr beenden. Daran schließen sich natürlich grundsätzliche und rängende Fragen an: Wie kann es in Deutschland weitergehen? Was sind die nächsten Schritte? Hier können wir wichtige Impulse setzen“, erklärte Edimagh.

„Flucht, Exil und Migration sind nicht nur wichtige Themen in der deutschsprachigen Literatur des 18. bis 21. Jahrhunderts. Für unsere syrischen Kolleginnen und Kollegen sind sie auch Teil der eigenen Lebenswirklichkeit. Diese beiden Aspekte miteinander zu verbinden, war uns besonders wichtig", so Burdorf.

Die Konferenz soll mit einer Podiumsdiskussion zur künftigen Perspektive der syrischen Germanistik enden. Die Vorträge bei der Tagung am 12. und 13 Oktober sind öffentlich, der Eintritt ist frei.

chg

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