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Konfuzius-Institut feiert 10. Geburtstag - Leipziger Domizil besteht seit 2008

Konfuzius-Institut feiert 10. Geburtstag - Leipziger Domizil besteht seit 2008

Konfuzius-Institute in aller Welt feierten am Sonntag ihren zehnten Geburtstag. Seit 2004 in Seoul die erste Einrichtung dieser Art ins Leben gerufen wurde, sind 400 weitere hinzugekommen, im April 2008 die Leipziger.

Leipzig. Auch in deren Domizil in der Otto-Schill-Straße 1 wurde zünftig gefeiert: Zu erleben gab es "China mit allen Sinnen".

Die Räume des Instituts sind in einer der oberen Etagen des Hauses eher etwas versteckt gelegen. Am Sonntag machten Chefkoch Zhu Yuchen und seine Crew aber bereits im Erdgeschoss am Herd der Showküche Appetit auf Unbekanntes. Da ließen sich die Leipziger nicht lange bitten. Evelin Müller aus Grünau und Barbara Domagala aus Paunsdorf, beide Freundinnen asiatischer Kochkunst und erstmals im Konfuzius-Institut, wollten genau diese Seite Chinas kennenlernen. "Ich hab mich extra dafür aufs Rad gesetzt", sagte Müller. "Mich interessiert besonders die Tee-Zeremonie", ergänzte Domagala. Peggy Kröber und ihre Töchter Luciana (10) und Alva (6) sind eigens aus Plagwitz gekommen, weil die Mutter als Köchin sich speziell für die fremden Spezialitäten interessiert, aber auch sonst neugierig ist auf die fremde asiatische Kultur. Auf die Mädchen warteten unter anderem eine Märchenstunde und Bastelangebote.

Leipzig. Konfuzius-Institute in aller Welt feierten am Sonntag ihren zehnten Geburtstag. Seit 2004 in Seoul die erste Einrichtung dieser Art ins Leben gerufen wurde, sind 400 weitere hinzugekommen, im April 2008 die Leipziger. Auch in deren Domizil in der Otto-Schill-Straße 1 wurde zünftig gefeiert: Zu erleben gab es "China mit allen Sinnen".

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Linus Schlüter, amtierender Geschäftsführer des Vereins, hatte genau diese Leipziger im Blick, als er das Programm für den Tag zusammenstellte. "Unsere Aufgabe ist es, Kulturarbeit für China im Ausland zu leisten, so wie die Goethe-Institute oder das Institut français das tun. Wir vermitteln also die chinesische Sprache, Schriftzeichen aber auch andere kulturelle Facetten bis hin zu kulinarischen Besonderheiten", so der 39-Jährige, der selbst zweieinhalb Jahre im Reich der Mitte lebte. Angesprochen würden dabei weniger die rund 1000 in und um Leipzig lebenden Chinesen oder Geschäftsleute, sondern vielmehr alle an China und Asien interessierten Leipziger. "Neben unserem Verein gibt es schließlich noch den Chinesischen Unternehmerverein Mitteldeutschland, den Deutsch-Chinesischen Freundschaftsverein und das Deutsch-Chinesische Zentrum Leipzig, die derartige Kontakte vermitteln."

Schlüter zur Seite stehen chinesische Lehrkräfte, die beispielsweise Projekttage zu China an Schulen mitgestalten oder Unterricht für Erwachsene geben. Als studentische Projektmitarbeiterin kommt Jule Würzebesser oft ins Institut. Die 20-Jährige studiert Sinologie an der Uni und hat ihr Herz für China entdeckt. "Nach dem Abitur habe ich ein Jahr an der deutschen Schule in Shanghai gearbeitet. Das war toll." Besonders für Geschichte "und das Essen sowieso" interessiere sie sich, erzählte die junge Frau aus Annaberg-Buchholz, die sich besonders um die Öffentlichkeitsarbeit des Instituts kümmere. Dreimal im Jahr erscheint ein Programm für jeweils ein Zwölf-Wochen-Semester, "mit vielen Angeboten für einen neuen Zugang zur Welt", wie Vereinschef Schlüter betonte.

Über die "aufgeschlossenen und sehr freundlichen Leipziger" freut sich dabei Ren Guo-Qiang. Der Professor für Germanistik ist seit Kurzem neuer Leiter des Instituts, eine Aufgabe, die er gemeinsam mit seinem deutschen Kollegen, Professor Philip Clart, erfüllt. "Ich kenne Leipzig schon sehr lange. 1987 war ich mit einer Exkursion des Goethe-Instituts hier und werde nicht vergessen, wie schwarz alles war, zum Beispiel das Völkerschlachtdenkmal."

In kurzer Zeit habe sich die Stadt allerdings völlig verändert. "Leipzig gefällt mir jetzt sehr gut, es ist strahlend und sehr grün. Ich komme aus Peking, dort ist dagegen ein Betonwald." Leipzig sei als Messe- und Musikstadt in China durchaus ein Begriff. "Es ist eine kleine Metropole."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.09.2014

Cornelia Lachmann

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