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Bildung Kritik an "Massenunterbringung" von Kindern - Leipziger Kita sieht keine Probleme
Leipzig Bildung Kritik an "Massenunterbringung" von Kindern - Leipziger Kita sieht keine Probleme
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16:39 27.09.2012
Die Leipziger Kita Käferhaus in der Nonnenstraße (Archivfoto von der Einweihung 2009) Quelle: André Kempner
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Dresden

Wehrmann ist Sachverständige für frühkindliche Bildung und berät auch Kanzlerin Angela Merkel in sozialpolitischen Fragen. Solche Riesen-Kitas seien ein „Wahnsinn“, hieß es. Ideal wären Einrichtungen, in denen maximal 80 Kinder betreut würden, alles andere sei „pädagogisch nicht geschickt“.

Unter anderem wurde der Bau einer solchen Einrichtung in Dresden kritisiert. Nach Stadtangaben soll im März 2013 ein Haus eröffnet werden, das Platz für 118 Krippen- und 192 Kindergartenkinder bietet. Kein Einzelfall - in vier weiteren Einrichtungen sind knapp 300 Kinder untergebracht. Im „Abenteuerland“ stehen etwa 270 Plätze zur Verfügung, bei den „Fröhlichen Strolchen“ sind es 291. „Sie sind alle in früheren DDR-Bauten zu finden“, sagte der Referent für Soziales, Marco Fiedler. Einst errichtet, um Krippe und Kindergarten getrennt voneinander unterzubringen, werden die unterschiedlichen Altersgruppen heute in einer gemeinsamen Einrichtung betreut.

„Selbstverständlich muss das pädagogische und organisatorische Konzept auf die besonderen Anforderungen an eine Kita mit so vielen Kindern ausgerichtet sein“, sagte Fiedler. Es sei eine Frage des Konzeptes, der Organisation und des Engagements. Dass es funktionieren könne, zeigten die seit Jahren existierenden Kitas.

Um das Recht auf einen Betreuungsplatz für Kleinkinder vom 1. August 2013 an gewährleisten zu können, entstehen in mehreren ostdeutschen Städten derzeit Kindergärten mit Hunderten Plätzen. So befindet sich laut Medienbericht auch in der Stadt Flöha eine Einrichtung für rund 400 Unter-Sechs-Jährige im Bau.

Auch in Leipzig sind große Kitas bereits Realität: Im „Käferhaus“ werden seit 2009 rund 180 Kinder betreut. „Das ist pädagogisch machbar“, sagt Kirk Peiffer vom Trägerverein. Allerdings müssten besondere Anforderungen schon beim Bau beachtet werden - etwa mit abgegrenzten Bereichen für die einzelnen Gruppen. Der Garten sei groß, zudem könne auch auf den nahe gelegenen Park ausgewichen werden. Mit maximal 19 Kindern pro Gruppe sei die Größe überschaubar. „Und die Beziehungen zwischen Kindern und Erziehern sind so eng wie auch in kleinen Kita, sagte Peiffer.

SPD-Bildungsexpertin Eva-Maria Stange befürchtet, dass die Kinder auf der Strecke bleiben könnten: „Gerade für die unter Dreijährigen sind stabile Bindungen extrem wichtig. Und auch ihre Eltern wollen verlässliche Ansprechpartner“, sagte sie der „Zeit im Osten".

dpa

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