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Bildung Künftige Lehrer studieren jetzt an der Jahnallee in Leipzig
Leipzig Bildung Künftige Lehrer studieren jetzt an der Jahnallee in Leipzig
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21:43 08.04.2016
Die Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Leipziger Uni ist auf den Campus Jahnallee umgezogen. (Archivfoto) Quelle: André Kempner
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Leipzig

„Allen Studierenden und Lehrenden einen guten Start ins Sommersemester 2016 am neuen Standort!“ So stand es am Freitag auf einer rosa Papierwolke, die am Eingang des frisch sanierten Hauses 3 auf dem Uni-Campus an der Jahnallee hing. Bisher sagten die Leipziger zu dem idyllischen Gelände Sportcampus oder früher DHfK. Doch die Gewichte haben sich jetzt verändert. In den vergangenen Wochen zog die Erziehungswissenschaftliche Fakultät (aus der Karl-Heine-Straße) in das Haus 3 ein, nutzt an der Jahnallee außerdem weitere Hörsäle und Räume.

Alle 5192 Studenten, die derzeit in Leipzig für ein Lehramt ausgebildet werden, müssen das denkmalgeschützte Ensemble aus den 50er-Jahren nun regelmäßig aufsuchen, erklärte Prorektor Thomas Hofsäss. Auch werde auf dem Campus die Aus- und Weiterbildung für alle sächsischen Lehrer konzentriert, sobald Mitte 2018 der gleich nebenan entstehende Neubau für ein „Bildungswissenschaftliches Zentrum“ fertig sei.

Über den Stand dieses Großvorhabens mit einem Umfang von knapp 25 Millionen Euro informierte sich Sachsens Finanzminister Georg Unland (CDU) am Freitag vor Ort. Mit Hilfe von drei riesigen Kränen wurden inzwischen 265 Bohrpfähle in den „wie immer in Leipzig schwierigen Baugrund“ eingebracht, sagte er. Genau gegenüber vom Marx-Relief werde das Zentrum einen Hörsaal mit 350 Plätzen, eine Fachbibliothek auf 1500 Quadratmetern, Institutsflächen und einen Forschungskindergarten mit 75 Krippen- und Kita-Plätzen beherbergen. Letzteres sei ein Novum in Deutschland. Bislang gebe es nur eine Forschungsschule innerhalb der Universität Bielefeld, erklärte der Minister.

Als „Privatmensch“ fügte der 62-jährige Professor, mehrfache Vater und Großvater sowie Ehemann einer Lehrerin an, dass er lange sehr skeptisch gegenüber der Forschungs-Kita gewesen sei. „Wer an Kindern forschen will, übernimmt eine verdammt hohe Verantwortung“, so Unland. Dekan Professor Christian Glück versicherte, die Erziehungswissenschaftliche Fakultät sei sich dessen bewusst. Es gehe nicht um Big Brother. „Wir bauen einen Beirat sowie Ethikrat für diese Kita auf.“ Die frühkindliche Bildung als Forschungsbereich werde immer wichtiger.

Von Jens Rometsch

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