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Bildung Lehrer-Gewalt an Leipziger Schule am Rabet: Politiker sehen Ursache in Sparmaßnahmen
Leipzig Bildung Lehrer-Gewalt an Leipziger Schule am Rabet: Politiker sehen Ursache in Sparmaßnahmen
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22:03 19.03.2015
Elternprotest gegen die Leitung der Schule am Rabet in Leipzig: Uwe Krüger, Katarzyna Pawlitzke und Ulrike Geisler (von links) machen mit Plakaten ihrem Ärger Luft. (Archivfoto) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Beide sehen die Probleme auch als Folge der Sparmaßnahmen im sächsischen Bildungswesen.

Melcher meint, der Fall im Leipziger Osten sei ein Ausdruck des Spardiktats und Folge eines fehlenden Bekenntnisses für Bildung als Integrationsmotor. Geisler bezeichnet die Leipziger Grundschule als ein Beispiel für die „kaputt gesparte Bildungspolitik“. An der Grundschule waren Vorwürfe der „Kindeswohlgefährdung“ durch Lehrer-Gewalt laut geworden. So sollen Schüler von überforderten Pädagogen angebrüllt, beschimpft und geschlagen worden sein.

Höchster Migrantenanteil in Sachsen

Der Leipziger Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen erklärte am Donnerstag: „Wir begrüßen die Elternarbeit vor Ort und unterstützen die Forderungen.“ Die Eltern der Grundschule hatten am Montag die sofortige Ablösung der gegenwärtigen Schulleiterin gefordert. Sie sei verantwortlich und „offensichtlich überfordert“, den besonderen Anforderungen einer Einrichtung gerecht zu werden, die mit mehr als 60 Prozent den höchsten Migranten-Anteil aller sächsischen Grundschulen aufweist.

„Gerade in vielfältig benachteiligten und mit einem hohen Migrationsanteil geforderten Stadtteilen brauchen wir die besten Lehrer, die besten Schulsozialarbeiter und die besten Schulgebäude – dazu braucht es mehr Anreize, auch für den Lehrkörper", sagt Grünen-Vorstandssprecherin Melcher. Immer wieder werde Bildung als wesentlicher Pfeiler für eine erfolgreiche und positive Entwicklung im Leipziger Osten genannt, aber gehandelt werde nicht. So könne die Schulsozialarbeit beim besten Willen nicht von einer Person geleistet werden, meint Melcher.

Auslöser der Protestnote war das krankheitsbedingte längere Fehlen der einzigen Schulsozialarbeiterin, die, so vermuten die Eltern, unter dem wenig kooperativen Führungsstil der Schulleitung leide.

Mehr zum Thema lesen Sie in der Freitagausgabe der Leipziger Volkszeitung.

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agri / dom

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