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Lehrerstreik trifft Leipziger Schulen hart - am Freitag fast überall kein regulärer Unterricht

Lehrerstreik trifft Leipziger Schulen hart - am Freitag fast überall kein regulärer Unterricht

Sachsens Lehrer machen ernst: Am Freitag gibt es Warnstreiks an den Schulen. Das teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Mittwoch mit, die gemeinsam mit Lehrerverbänden und dem Deutschen Beamtenbund zu den Protesten aufgerufen hatte.

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Lehrer halten Mahnwache vor dem Finanzministerium in Dresden. Sie fordern bessere Arbeitsbedingungen.

Quelle: dpa

Leipzig. In Leipzig findet an allen Gymnasien, Mittel- und Förderschulen und an der Hälfte der Grundschulen kein regulärer Unterricht statt.

Rund 10.000 Lehrer – jeder Dritte der 32.000, die im Freistaat arbeiten – werden streiken. In etwa jeder zweiten allgemeinbildenden Schule des Landes findet der Unterricht nicht oder nur teilweise statt. An 60 Prozent der Gymnasien oder Mittelschulen im Freistaat fällt der Unterricht ganz oder teilweise aus. Bei Grund- und Förderschulen liegt die Zahl mit 40 Prozent knapp darunter. Außerdem beteiligt sich jede fünfte Berufsschule an dem Streik. Die Gewerkschaften fordern einen Demografie-Tarifvertrag mit altersgerechten Arbeitsbedingungen.

7000 Lehrer bei Demonstration in Dresden erwartet

In Delitzsch-Eilenburg und Bad Düben werden acht Schulen schließen. Im Altkreis Döbeln (Mittelsachsen) sind das Berufliche Schulzentrum Döbeln, die Gymnasien in Hartha und Döbeln sowie sämtliche Mittelschulen und Grundschulen betroffen. Gleiches gilt für das Thomas-Mann-Gymnasium und die Robert-Härtwig-Schule in Oschatz. An den drei Grundschulen soll unterrichtet werden.

Höhepunkt des Streiktages ist die Demonstration am Freitag zu Beginn der parlamentarischen Verhandlungen über den Doppelhaushalt 2013/14 vor dem Landtag in Dresden. Voraussichtlich werden 7000 Lehrer dabei sein. „Die Zahlen sind aber zurückhaltend geschätzt", so Uschi Kruse, stellvertretende Landesvorsitzende der GEW. Sie habe Probleme, genügend Busse aufzutreiben.

Um den Generationenwechsel realisieren zu können, müssten die Arbeitsbedingungen in Sachsen auch für Neueinsteiger attraktiver gestaltet werden, meint Kruse. Dazu gehöre eine Verbeamtung oder zumindest eine Höhergruppierung der Gehälter. Nur so könne man dem Wettbewerb mit anderen Ländern standhalten. Notwendig sei außerdem eine gleiche Bezahlung an unterschiedlichen Schulformen. Derzeit bekommt ein Neueinsteiger an Grundschulen 2700 Euro brutto, an Gymnasien 3100 Euro. Netto bleibt in Sachsen deutlich weniger übrig, als in anderen Ländern, wo Lehrer verbeamtet sind.

Leipziger Bildungsagentur: Warnstreik ist legitim

Kruse hofft, dass die schwarz-gelbe Koalition nach dem Warnstreik zu Gesprächen bereit ist. „Wir werden so laut sein, dass man uns hört", kündigte sie an. Seit Herbst vergangenen Jahres versucht die GEW vergeblich Kontakt mit der Landesregierung aufzunehmen. Werde der Haushalt so verabschiedet wie geplant, gebe es keine Kapazitäten, um den Tarifvertrag umzusetzen. „Dann fehlt es an Lehrerstellen."

Roman Schulz, Sprecher der sächsischen Bildungsagentur in Leipzig, hält den Warnstreik für legitim. „Die Situation in Sachsen ist bekannt", sagte er. „2025 bis 2030 gehen etliche Lehrer in den Ruhestand." Er frage sich aber, ob der Zeitpunkt so kurz nach Schulbeginn günstig gewählt worden ist.

Frauke Sievers

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