Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Leibniz-Forscher bekommen neues Hightech-Labor

Leipziger Forschungsinstitut Leibniz-Forscher bekommen neues Hightech-Labor

Kratzfeste Möbeloberflächen, intelligente Fensterscheiben, selbstreinigende Autofelgen - Leibniz-Forscher in Leipzig werkeln an neuen Materialien. Hochenergiestrahlung macht’s möglich. Das Leibniz-Institut für Oberflächenmodifikation (IOM) in Leipzig nimmt in dieser Woche ein neues Hightech-Labor für Materialforschung in Betrieb.

Labor des Leibniz-Instituts in Leipzig.

Quelle: dpa

Leipzig. Das Leibniz-Institut für Oberflächenmodifikation (IOM) in Leipzig nimmt in dieser Woche ein neues Hightech-Labor für Materialforschung in Betrieb. Herzstück ist ein Elektronenbeschleuniger, der für rund vier Millionen Euro installiert wurde. Mit dem Gerät könnten verschiedene Materialien so bearbeitet werden, dass sie ganz neue Eigenschaften entwickeln, sagte der Vize-Direktor des Instituts, Professor Bernd Abel.

Zum Beispiel könnten die Leibniz-Forscher mit dem hochenergetischen Elektronenbeschuss gelblichen Diamanten eine begehrte rote Farbe verleihen oder Polymeroberflächen von Möbeln so bearbeiten, dass sie extrem robust und kratzfest sind, aber trotzdem die Illusion eines unbehandelten Holzes bieten. "Wir wollen aber nicht in den Diamantenhandel gehen, wir wollen nichts fälschen“, sagte Abel. Aufgabe des Leibniz-Instituts sei eine anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Die Möbel-Behandlung zum Beispiel könne als Technologie an die Industrie verkauft werden. Auch sogenannte intelligente, sich selbst verdunkelnde Fensterscheiben oder selbstreinigende Autofelgen seien Zukunftsthemen.

Das neue Hertz-Applikationslabor mit dem Elektronenbeschleuniger wurde in einem regelrechten Bunker in einem Kellerraum errichtet. Vier Meter dicke Mauern umgeben das Gerät, eine knapp meterdicke Betondecke wird oberirdisch zusätzlich von zweieinhalb Metern Erde bedeckt. Das sei aus Strahlenschutzgründen nötig, sagte Abel. Finanziert wurde der Elektronenbeschleuniger mit Bundes- und Landesmitteln. Das leistungsfähige Gerät sei weltweit fast einzigartig. „Es gibt sicher nicht fünf weltweit, die das Gleiche können“, sagte der Wissenschaftler. Die offizielle Eröffnung des Labors ist für den 17. Juni geplant.

(mit dpa)

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Bildung
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr

LVZ-Reportage zu Crystal Meth in Sachsen

Die große Multimedia-Reportage berichtet über Crystal-Abhängige, Suchtberater und Drogenfahnder. mehr

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Probieren Sie es aus im Spieleportal von LVZ.de. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2016

    Sport frei!, heißt es auch 2016 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr