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Bildung Leipzig-Thessaloniki: "Dreier-Partnerschaft" mit Deutscher Schule
Leipzig Bildung Leipzig-Thessaloniki: "Dreier-Partnerschaft" mit Deutscher Schule
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01:00 14.05.2013
Katrin Rosjat Quelle: André Kempner

Die Dozentin und Sprachmittlerin für Neugriechisch ist froh, dieses konkrete Projekt stemmen zu können.

Dabei gibt es viel Unterstützung vom Humboldt-Gymnasium sowie vom Evangelischen Schulzentrum, die jeweils Praktikanten in Gastfamilien unterbringen. Beide Schulen streben eine Partnerschaft mit der Deutschen Schule in der griechischen Metropole an. Das wurde beim jüngsten Besuch des Städtepartnerschaftsvereins so vereinbart, bei dem auch die Lehrerinnen Britta Zehe und Katherina Grundmann mit dabei waren. "Jetzt kommt eine Dreier-Partnerschaft der Schulen zustande, die sehr vielversprechend klingt", freut sich Rosjat. Die Praktikanten interessieren sich für die Bereiche Jura, Museumsarbeit. Musikpädagogik, Touristmanagement und Klinikarbeit.

Wie wichtig die Zusammenarbeit angesichts der Finanzkrise in Europa ist, haben die Mitstreiter des im Jahre 2009 gegründeten Städtepartnerschaftsvereins Leipzig-Thessaloniki bei ihrer jüngsten Reise im Dezember 2012 gespürt. Die Armut in der zweitgrößten Stadt Griechenlands ist rapide gestiegen. "Das wird an den Suppenküchen deutlich, von denen es mittlerweile 30 gibt. Fast die Hälfte, die dorthin kommen, sind Griechen. Früher waren es vor allem Ausländer", konstatiert Rosjat. Der Verein will daher ein Projekt unterstützen - gemeinsam mit der TOS-Gemeinde Leipzig, einer evangelischen Freikirche. Geplant ist, Streetworkern zu helfen, ein Reha-Zentrum für Drogenabhängige in Thessaloniki aufzubauen. Denn auch die Sucht-Problematik habe deutlich zugenommen.

Ende des Jahres will der Städtepartnerschaftsverein, der vor drei Jahren eine Bürgerreise nach Thessaloniki organisierte, wieder bei den griechischen Partnern zu Gast sein. Kontakte laufen vor allem über die Deutsche Gemeinde, die Deutsche Schule und das Goethe-Institut. Deshalb gab es auch keine Verwerfungen aufgrund der politischen Lage, betont die Vereinschefin. "Wir möchten uns beim nächsten Besuch auf das 'Studieren/Lernen in Leipzig' fokussieren und eine Veranstaltung über die Universitäten Leipzig und Thessaloniki organisieren", kündigt Rosjat an. Dabei will der Verein griechischen Studenten die Möglichkeiten von Austauschprogrammen zeigen und Lust machen, diese in Leipzig zu absolvieren. Partner, die sich einklinken möchten, sind willkommen. Und Rosjat freut sich, dass es durch das Referat Internationale Beziehungen bei der Stadtverwaltung sowie diverse Sponsoren tatkräftige Unterstützung gibt.

@www.leipzig-thessaloniki.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.05.2013

Mathias Orbeck

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