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Bildung Leipzig forscht: Junge Wissenschaftler aus Leipzig gewinnen Hochschulwettbewerb
Leipzig Bildung Leipzig forscht: Junge Wissenschaftler aus Leipzig gewinnen Hochschulwettbewerb
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16:37 21.05.2014
Biologe Georg Thein und Informatiker Jörn Hoffman haben den Hochschulwettbewerb "Mehr als Bits und Bytes" gewonnen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Damit gehören sie zu den bundesweit 15 Nachwuchswissenschaftlern, die von der Initiative „Wissenschaft im Dialog“ für ihre innovativen Projektideen mit einem Preisgeld von 10.000 Euro ausgezeichnet wurden.

Aktive Senioren und Schüler gestalten gemeinsam Beobachtungstagebücher

Bis zum Ende des Jahres können die Sieger ihre Ideen zur Vermittlung ihrer digitalen Forschung umsetzen: Georg Thein hat sich bei seinem Projekt BioMoTec – Biodiversity and Mobile Technology Education – am Rückgang der Artenvielfalt und dem demografischen Wandel orientiert. Daraus entstanden ist eine Kooperation zwischen „aktiven Senioren“, die sich schon lange für die Artenvielfalt in ihrer Umgebung interessieren, und Schülern, die sich mit Smartphones und Co. auskennen.

Georg Thein beschäftigte sich mit der Artenvielfalt und dem demografischen Wandel. Quelle: Institut für Biologie der Universität Leipzig

„Tandems aus Schülern und Senioren erstellen in dem Projekt digitale Artengalerien“, erklärt der 30-jährige Georg Thein, der in der Arbeitsgruppe Biologiedidaktik des Instituts für Biologie an der Universität Leipzig tätig ist. Gemeinsam sollen sie Beobachtungstagebücher zur Artenvielfalt produzieren und jeweils vom anderen profitieren – die einen erwerben Medienkompetenz, die anderen lernen etwas über die Natur. „In den nächsten Wochen wird mein Projekt dank der Förderung Gestalt annehmen“, sagt Thein.

Digitale Nachricht in der Flaschenpost

Zum Nachdenken anregen möchte hingegen Jörn Hoffmann, der mit dem Projekt „Bottl(e)mail“ eine Flaschenpost in der digitalen Welt entwickelte. Damit möchte er Nutzer dazu bewegen, sich mit digitaler Kommunikation auseinanderzusetzen. Statt einem Zettel, befindet sich eine kleine Platine in der Flasche. Diese enthält ein winziges Funkmodul zur Kommunikation, einen Speicherbaustein für die hinterlegten Nachrichten sowie eine Solarzelle mit Akku zur Stromversorgung.

Jörn Hoffmann hat die digitale Flaschenpost entwickelt. Quelle: Privat

„Das ist wie ein kleiner Computer in der Flasche“, sagt der 32-jährige Jörn Hoffmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Informatik der Universität Leipzig. Dabei müsse der QR-Code an dem Flaschenetikett mit dem Handy gescannt werden. Dadurch gelange man zueiner App, die mit der Flasche kommunizieren könne. Außerdem könne die Bottl(e)mail zum Geotracking für Wettbewerbe, Umfragen, Partnerbörsen und Ähnliches genutzt werden. „Man kann seine Position bestimmen, ohne dabei ins Internet gehen zu müssen“, erläutert Hoffmann.

Olivia Jasmin Czok

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