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Bildung Leipzig stockt Plätze an Gymnasien auf: Rund 4000 Kinder erwarten Bildungsempfehlung
Leipzig Bildung Leipzig stockt Plätze an Gymnasien auf: Rund 4000 Kinder erwarten Bildungsempfehlung
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16:44 04.02.2015
Das Gymnasium Telemannstraße ist erst 2017/2018 fertig - bis dahin lernen die Schüler im Interim. Quelle: Stadt Leipzig
Leipzig

Die Kapazitäten wurden aufgestockt: Fünf zusätzliche Klassen sollen Entlastung bringen.

Rund 500 Kinder besuchen die Schulen freier Träger. „Diese Kinder bleiben oft innerhalb dieses Systems“, so Roman Schulz, Sprecher der Sächsischen Bildungsagentur in Leipzig. Die Behörde geht deshalb davon aus, für die verbleibenden mindestens 3440 Kinder Plätze zur Verfügung zu stellen. „Das sind rund 150 mehr als im vergangenen Jahr“, so Schulz.

Erfahrungswerte zeigten, dass jährlich rund die Hälfte aller Grundschüler den Sprung aufs Gymnasium macht. Für die künftigen Oberschüler stehen 69 Klassen zur Verfügung. Eng wurde es vor allem auf den Gymnasien. Und dort erweitern Stadt und Bildungsagentur die Kapazitäten: Statt in 61 Gymnasial-Klassen büffeln die Kids künftig in 66 Klassenverbänden. An welcher Schule das Kind aufgenommen ist, erfahren Eltern am 1. Juni 2015.

Mehr Plätze in Schönefeld und für Interim Telemannstraße

Baustelle Gorkistraße: Bis das Gymnasium fertig ist, werden Fünftklässler zum Interim in der Löbauer Straße umgeleitet. Quelle: André Kempner

Die zusätzlichen Gymnasial-Plätze entstehen an zwei Interim-Standorten. Die Löbauer Straße in Schönefeld wird ab Sommer vier- statt dreizügig geführt. Das Haus ist die Übergangsschule für das Gymnasium Gorkistraße, das derzeit saniert wird. Die aus dem Boden gestampfte Einrichtung rangierte bisher auf der Beliebtheitsskala der Eltern weit unten. Statt der vorgesehenen 63 Kinder werden dort nun tatsächlich nur knapp 50 Schüler unterrichtet. „Die Kapazitäten werden in Zukunft gebraucht“, ist Schulz überzeugt, und er verweist auf die guten Lernbedingungen in kleinen Klassenverbänden.

Völlig neu ist das Interim für das künftige Gymnasium Telemannstraße (Zentrum-Süd). Das Haus soll zum Schuljahr 2017/18 in Betrieb gehen. Bis dahin lernen die Kinder in den Räumen der ehemaligen Erich-Kästner-Grundschule 14 (Zentrum-Nord), in dem vier Klassen unterkommen. Rund 100 Schüler werden dort in diesem Jahr erwartet.

Weniger Klassen in Connewitz und Lindenau

Beliebt und in der Vergangenheit hoffnungslos überbucht: Das Kant-Gymnasium in der Südvorstadt. Quelle: Wolfgang Zeyen

Darüber hinaus gibt es bei den bestehenden Gymnasien Verschiebungen bei der Eröffnung neuer Klassen. So bekommt das Immanuel-Kant-Gymnasium in der Südvorstadt künftig vier statt drei fünfte Klassen. Nach Gerichtsentscheid muss auch die Max-Klinger-Schule aufstocken und fährt künftig fünf- statt vierzügig. Die Werner-Heisenberg-Schule in Möckern und das Gymnasium Engelsdorf bekommen ebenfalls je eine fünfte Klasse zusätzlich. Dagegen starten die Johannes-Kepler-Schule in Kleinzschocher, die Louise-Otto-Peters-Schule in Connewitz und die Robert-Schumann-Schule in Lindenau nur jeweils drei- statt vierzügig. Die Humboldt-Schule in Reudnitz-Thonberg bekommt noch vier statt fünf Eingangsklassen.

„Wir sind in diesem Jahr ein großes Stück weiter. Vor allem die frühzeitige Information der Eltern hat funktioniert“, so Schulz. Schon vor Weihnachten seien Info-Broschüren zu den Schulwahl-Möglichkeiten in den Grundschulen verteilt worden. Im vergangenen Schuljahr hatten viele Eltern erst in letzter Minute erfahren, dass keine der drei abgefragten Wunsch-Schulen in Frage kommen würde – alles voll. Rund 200 Kinder wurden umgelenkt, unter anderem aus der Südvorstadt zum Interim Schönefeld oder von Leutzsch zum Gustav-Herz-Gymnasium in Heiterblick. Einigen Betroffenen ging das zu weit: Das Verwaltungsgericht gab Eltern Recht, die Schüler-Fahrzeiten von über einer Stunde mit Bus und Bahn für unzumutbar hielten.

Evelyn ter Vehn

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