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Bildung Leipziger Allergie-Experten warnen vor Gesundheitsrisiken durch Ambrosia-Pflanze
Leipzig Bildung Leipziger Allergie-Experten warnen vor Gesundheitsrisiken durch Ambrosia-Pflanze
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21:16 01.10.2013
Auch im Herbst bekommen Allergiker keine Ruhe, die Pollen der Ambrosia-Pflanze sind unterwegs. Quelle: Heiko Wolfraum
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Leipzig

Allergiker können also auch im September und Oktober unter Reaktionen wie allergischem Schnupfen und Asthma leiden, betonten die Allergie-Experten Professor Jan C. Simon und Dr. Regina Treudler von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Uniklinikums Leipzig.

Personen, die derzeit Husten oder eine verstopfte Nase haben, sollten neben einem Infekt auch die Möglichkeit einer Ambrosia-Allergie erwägen, hieß es weiter. Die Sensibilisierung auf die Pflanze, auch „beifußblättriges Traubenkraut“ genannt, könne außerdem von Nahrungsmittelallergien gegen Kürbis, Melone, Banane und Gurke begleitet werden.

Auf einer fachübergreifenden Tagung von unter anderem Biologen, Medizinern und Landwirten in Berlin verdeutlichten die Teilnehmer: Je mehr sich die Pflanze ausbreite, desto größer werde das Allergie-Risiko. In Leipzig würden bereits vier Prozent der erwachsenen Teilnehmer des Forschungsprojektes „Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen“ sensibel auf die Pollen der Ambrosia reagieren. Auch eine Berliner Studie zeigte ein Allergie-Risiko: Bei 4500 getesteten Personen würden zwölf bis 13 Prozent eine Empfindlichkeit gegen die Pflanze aufweisen.

Das Gewächs stammt ursprünglich aus Nordamerika und ist an Straßenrändern und auf Brachen zu finden. Auch Plätze, wo Vögel gefüttert werden, sind Verbreitungsbereiche, da Vogelfutter mit Ambrosia-Samen verunreinigt sein könnte. Die Pollen würden vom Wind Hunderte Kilometer weit getragen. Schon eine Konzentration von sechs Körnern pro Kubikmeter Luft gilt als problematisch.

Deshalb solle die Forschung rund um die Ambrosia vorangetrieben werden, sagte Treudler. Wichtig sei die Datenerhebung zur Verbreitung der Pflanze in Sachsen und zur Allergiehäufigkeit. Auf der Berliner Konferenz wurde zudem eine bundesweite Melde- und Bekämpfungspflicht für Ambrosia gefordert.

red.

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