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Bildung Leipziger Demokratikonferenz: Junge Formate für junge Demokraten
Leipzig Bildung Leipziger Demokratikonferenz: Junge Formate für junge Demokraten
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01:00 07.11.2013
Georg Girardet. Quelle: André Kempner

Der ehemalige Leipziger Kulturbürgermeister Georg Girardet (71) koordiniert die Konferenz und erklärt sie im Interview.

"3. Internationale Demokratiekonferenz" - der Titel klingt etwas sperrig -

Der Titel vielleicht, inhaltlich ist die Veranstaltung aber sehr lebendig organisiert. Unsere Themen sind Europa, Demokratie 2.0, Zivilgesellschaft und Engagement, Multikulturelle Gesellschaft, Ökologie und Energie, Bildung und Selbstbestimmung, Bedrohung der Demokratie, Geschichte und Gegenwart. All das behandeln wir auf eine etwas andere Art und Weise. Eine reine Konferenz mit langen Referaten und Podiumsdiskussionen nimmt keine Rücksicht auf junge Leute. Deshalb gibt es neue Formate, die näher an der primären Zielgruppe sind - also an Jugendlichen ab 14 Jahren.

Wie kann man sich das vorstellen?

In den Foyers und Fluren von Gewandhaus und Oper haben wir acht Themenstraßen. Diese werden von Referenten begleitet - junge Leute, die selbst engagiert sind und schon an Projekten zum Thema beteiligt waren. Jeder Besucher kann an drei Themenstraßen teilnehmen. Und: Anstelle von großen Podiumsdiskussionen gibt es im Mendelssohn-Saal mehrere Speed-Podien - also schnelle Debatten mit wechselnden Partnern. Alle Veranstaltungen werden über Twitter- und Facebook-Kanäle aktuell begleitet.

Das Engagement junger Leute in Parteien könnte größer sein, der Nachwuchs fehlt -

Jugendliche haben erhebliche Vorbehalte gegenüber der Parteiendemokratie. Sie engagieren sich auf diesem Feld viel weniger, als man sich das wünschen würde. Sie sind deshalb aber nicht weniger engagiert - sie bringen sich eben nur auf anderen Feldern ein. Junge Leute engagieren sich, wenn es um ein Thema geht, das ihr Umfeld betrifft, wenn sie ernst genommen werden. Und wenn sie sehen, dass sich etwas bewegen lässt, dass etwas erreichbar ist.

Und was wollen Sie erreichen?

Wir müssen uns auch in der Ansprache auf junge Leute einstellen, sie sind elementar für die Demokratie. Demokrat wird man, indem man Demokratie erfährt - so früh wie möglich. Schon in der Kindertagesstätte ist es wichtig, dass bestimmte Themen gemeinsam besprochen werden. Wir wollen Impulse für weiteres Engagement geben. Wir hoffen zum Beispiel, dass an den Themenstraßen neue Ideen und Initiativen entstehen, dass sich Leute zusammenfinden. Ich hoffe, dass wir die Teilnehmer anregen, sich noch aktiver einzubringen, vielleicht im Jugendparlament oder im Schülerrat. Ziel und Form der Konferenz ist es, junge Menschen für demokratische Erfahrungen zu sensibilisieren, spannende internationale Projekte zu vernetzen, bewusste politische Mitwirkung zu initiieren. Auf der Konferenz entstehende oder weiter entwickelte Projekte haben die Chance, von anwesenden Politikern und Fachleitern in Zukunft bei der Realisierung unterstützt zu werden. Überzeugende Ideen können mit einer finanziellen Starthilfe rechnen.

Wer macht mit?

Gäste aus Deutschland sowie aus Mittel- und Osteuropa. Unter den derzeit rund 400 Teilnehmern befinden sich zahlreiche Jugendliche aus der Region, die sich momentan unter anderem in Workshops auf die Konferenz vorbereiten. Und: Wir sind offen für weitere Interessenten; die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldungen im Internet unter der Adresse www.demokratiekonferenz-leipzig.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.11.2013

Björn Meine

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