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Leipziger Forscher wollen Pestizid-Schnelltest entwickeln

Glyphosat Leipziger Forscher wollen Pestizid-Schnelltest entwickeln

Wissenschaftler der Universität Leipzig wollen mit Hilfe eines einfachen Verfahrens die Konzentration von Unkrautvernichtungsmitteln in Lebensmitteln nachweisen. Die Pestizide stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.

Glyphosat wird in Deutschland auf 30 bis 40 Prozent der Ackerflächen verwendet.

Quelle: dpa

Leipzig. Glyphosat steht im Verdacht umweltschädlich und krebserregend zu sein. Das weltweit am meisten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel wird in Deutschland auf 30 bis 40 Prozent der Ackerflächen verwendet. Von dort kann es auch in Gewässer, das Trinkwasser oder Lebensmittel gelangen.

Bisher konnte nur aufwendig und teuer im Labor untersucht werden, ob bestimmte Grenzwerte überschritten werden, doch Biochemiker der Universität Leipzig wollen nun zusammen mit Genetikern der TU Dresden und drei Unternehmen eine neues Messverfahren für Glyphosat entwickeln. Unterstützt werden sie dabei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Der Schnelltest soll mit geringem technischen Aufwand weltweit einsetzbar sein, auch in Entwicklungsländern. „Tatsächlich ist es dort leider oft so, dass die Konzentration von Pestiziden in Umwelt und Nahrung vielerorts sogar höher liegt, als hierzulande“, erklärt Tilo Pompe, Professor für Biochemie an der Universität Leipzig.

Farbänderung wie beim Schwangerschaftstest

Die Forscher wollen für den Schnelltest den Mechanismus nachbauen, der sich abspielt, wenn Glyphosat und andere Pestizide auf die anvisierten Schädlinge treffen. Dann blockieren sie meist ein lebenswichtiges Enzym. Die Wissenschaftler wollen Moleküle entwickeln, bei deren Aufeinandertreffen mit dem Unkrautvernichtungsmittel eine farbliche Veränderung auftritt.

„Ähnlich wie bei bestimmten Schwangerschaftstests führt diese Reaktion zu einer mit bloßem Auge erkennbaren Farbänderung“, so Tilo Pompe. Er untersucht mit seiner Arbeitsgruppe und mit Kai Ostermann vom Institut für Genetik der TU Dresden die biochemischen und genetischen Grundlagen innerhalb des Forschungsprojektes PARTOS. Der Nachweis von Glyphosat soll dabei erst der Anfang sein. „Haben wir für diese Substanz eine erfolgreiche Methode entwickelt, wollen wir uns anschließend anderen Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmitteln widmen“, sagt Ostermann.

Von luc

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Leipzig
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