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Bildung Leipziger HTWK mit Nao-Robotern als Publikumsmagnet auf der Cebit
Leipzig Bildung Leipziger HTWK mit Nao-Robotern als Publikumsmagnet auf der Cebit
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13:49 25.02.2011
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Leipzig/Hannover

Bereits seit zwei Jahren wird an der Leipziger Hochschule mit den menschenähnlichen Robortern gearbeitet - und gespielt. Denn die 55 Zentimeter großen Maschinenmenschen haben eine Leidenschaft: Sie kicken Fußball. Nachdem Studenten und Professoren der HTWK den „kleinen Kerlen" bereits das Laufen beigebracht und ihnen Softwares installiert haben, mit denen sie Bälle, Tore und Feldlinien erkennen können, widmeten sie sich nun einer neuen Herausforderung.

„Ein großes Problem bei der Erkennung des Spielfeldes und allem was dazu gehört sind wechselnde Lichtverhältnisse", erklärte Klaus Bastian, Professor der Fakultät für Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften. So sei es beispielsweise bei plötzlichem Einbruch von Sonnenstrahlen teilweise zu komplett Ausfällen gekommen und die Naos konnten nicht weiter spielen.

Informatikstudent Thomas Reinhardt griff diese Problematik auf. In den vergangenen fast zwölf Monaten arbeitete er im Zuge seiner Masterarbeit eine Software aus, mit der das Hindernis der wechselnden Lichtverhältnisse überwunden werden kann. „Eben diese Neuerung werden wir unter anderem auf der Cebit präsentieren", sagte Bastian.

Da der sechs Quadratmeter große Stellplatz auf der Messe jedoch zu klein ist und die fünf Tage Ausstellungszeitraum zu lang wären, um die Roboter dauerhaft Fußball spielen zu lassen, mussten sich die Leipziger etwas anderes für die schmackhafte Vorstellung in Hannover überlegen. „Was genau wir geplant haben, wird nicht verraten, dafür muss man schon selbst die Messe besuchen. Nur so viel: Es wird interessante Interaktionen mit dem Publikum geben", verriet Bastian zögerlich.

Doch selbst wenn die Roboter auf der Cebit nicht ihre volle sportliche Leistung zeigen können, sind sie immer noch ein echter Hingucker. „Sie ziehen die Menschen unglaublich an und schaffen es, dass Männer quasi mit Puppen spielen", schmunzelte Bastian. Und eben weil sich mit den „kleinen Kerlen" so gut Werbung für die Leipziger Hochschule betreiben lässt, schließt der Proffessor nicht aus, auch im kommenden Jahr noch einmal mit ihnen auf die Messe zu gehen. „Zu tun gibt es immer noch genug. Zwar sind die Forschungsschritte künftig nicht mehr so groß und mit dem bloßen Auge zu erkennen, dennoch lässt sich im Detail noch Vieles verbessern." Künftig soll so unter anderem an der Robustheit oder der strategischen Spielleistung der Nao-Roboter gearbeitet werden.

Und vielleicht kann dann auch mal wieder ein Titel geholt werden. Denn während ihrer erst seit 2009 laufenden Karriere haben die Maschinenfußballer schon einige Erfolge erzielen können. So wurden sie bei den German Open vor zwei Jahren Vizemeister und konnten sich damit für die Robo-Cup-Weltmeisterschaften in Singapur qualifizieren. Bei der WM treten die besten Roboterteams der einzelnen Länder in verschiedenen Wettkampfkategorien gegeneinander an. Die Leipziger konnten sich 2010 immerhin bis ins Viertelfinale kicken.

Julia Wick

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