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Bildung Leipziger Krebsforscher erhält 2,3 Millionen Euro
Leipzig Bildung Leipziger Krebsforscher erhält 2,3 Millionen Euro
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23:09 10.04.2017
Professor Josef Alfons Käs (Archivbild) Quelle: Universität Leipzig
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Leipzig

Der Leipziger Biophysiker Josef Alfons Käs erhält 2,3 Millionen Euro zusätzliche Förderung für seine Krebsforschung vom Europäischen Forschungsrat. Wie die Universität Leipzig am Montag mitteilte, will der 55-jährige Professor mit dem Geld in den kommenden fünf Jahren zwei Teams mit Nachwuchsforschern finanzieren. Sie sollen einerseits Vorgänge in Tumorgewebe analysieren, andererseits die Mikroumgebung von Tumoren untersuchen.

Der Leipziger Wissenschaftler gilt weltweit als einer der Pioniere auf dem Gebiet der Physik von Tumorzellen. Aktuell beschäftigt ihn die Frage, wann Krebszellen sich im Körper bewegen und Metastasen bilden können und wann nicht. Anders als bisher angenommen, breiten sich Tumoren offenbar nicht in alle Richtungen gleichmäßig aus, so Käs. Stattdessen kann sich Krebs in flüssigem, weichem Gewebe offenbar ausbreiten, während glasartiges, festes Gewebe Tumoren eher stabilisiert.

Mit Hilfe der jetzt geförderten Projekte wollen die Wissenschaftler im Optimalfall eine Art Atlas erstellen, der Medizinern zeigt, in welchen Körperregionen sich ein Krebs besser ausbreiten kann und in welchen weniger. „Ein solcher ‚Fahrplan‘ könnte beispielsweise für Chirurgen eine wichtige Hilfe bei Krebsoperationen sein“, sagte Käs. Außerdem will sein Team anhand der fluiden Anteile eines Tumors genauer bestimmen können, wie stark dessen Fähigkeit ist, Metastasen zu bilden.

chg

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