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Bildung Leipziger Mediziner testen verkürzte Krebsbehandlung
Leipzig Bildung Leipziger Mediziner testen verkürzte Krebsbehandlung
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21:35 18.04.2017
Mediziner der Uniklinik Leipzig untersuchen derzeit in der STOP-Studie Möglichkeiten einer verkürzten Krebstherapie. Besonders für junge Erkrankte soll dank der deutlich kürzeren Behandlung Familienplanung erfüllbar werden. Quelle: Kempner
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Leipzig

In einer neuen Studie wollen Mediziner der Leipziger Uniklinik Erkenntnisse darüber gewinnen, ab welcher Einnahmedauer die Behandlung von Leukämieerkrankungen in Zukunft verkürzt werden kann.

Seit der Jahrtausendwende erfolgt die Therapie von Leukämie-Erkrankungen mit Hilfe von Tabletten, die dauerhaft eingenommen werden müssen. Bis jetzt gingen Wissenschaftler und Ärzte davon aus, dass diese Therapie lebenslang fortgesetzt werden müsse. „Dann haben wir bei Patienten, die eine Behandlung nicht mehr vertragen haben, beobachtet, dass die Leukämie trotz Weglassen des Medikaments nicht wiederkommt“, sagt Professor Dietger Niederwieser, Onkologe am Uniklinikum Leipzig.

Diesen Effekt untersuchen Mediziner in den sogenannten STOP-Studien nun weltweit. Herausgefunden werden soll, von welchen Faktoren es abhängt, dass ein dauerhafter Stopp des Medikaments erfolgreich bleibt. „Etwa 50 Prozent der auf die Behandlung sehr gut ansprechenden Patienten benötigen nach einer noch nicht bekannten Therapiedauer das Medikament tatsächlich nicht mehr“, sagt Niederwieser.

Der kontrollierte Behandlungsabbruch bietet nach einer gewissen Zeit jungen Patientinnen die Chance, unbesorgt schwanger zu werden. Ziel der STOP-Studien ist es, zu bestimmen, wie stark der Krebs zurückgedrängt werden muss, um einen Therapiestopp zu versuchen.

nqq

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