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Bildung Leipziger Meteorologie-Studenten üben sich als Radio-Moderatoren
Leipzig Bildung Leipziger Meteorologie-Studenten üben sich als Radio-Moderatoren
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23:11 10.07.2013
Tim Carlsen Quelle: Benjamin Winkler
Leipzig

Konzentriert beugt sich Tim Carlsen über das Kartenmaterial verschiedener Wetterdienste. Aus den ganzen Temperaturwerten, Wettersymbolen, Isobaren-Linien und Frontensystemen soll er das Wetter für Dresden in den nächsten Tagen prognostizieren. Gar nicht so einfach, da den Überblick zu behalten und die komplexen Daten in einen nur 80 Sekunden dauernden Radio-Beitrag zu packen. Dieser soll nicht nur verständlich und informativ sein, sondern unterhalten. Eine Stunde Vorbereitungszeit bleibt, um die Wetterlage zu sondieren und am Moderationstext zu feilen, bevor es ins Studio geht.

"Zunächst wird die aktuelle Wettersituation in zwei bis drei Sätzen erläutert und erklärt, welche neuen Hoch- und Tiefdruckgebiete heranziehen. Dann interessiert die Leute vor allem die Prognose für die kommenden Tage: Wann fällt Niederschlag, wo bleibt es bedeckt oder scheint die Sonne und wie entwickeln sich die Höchst- und Tiefsttemperaturen", bringt es Thomas Hain auf eine überschaubare Formel. Er arbeitet als Flugwetter-Berater beim Wetterdienst in Leipzig wirkt Gastdozent am Uni-Institut für Meteorologie. "Die eigentliche Schwierigkeit besteht aber darin, das Fachwissen vom Studium in eine allgemein verständliche Form zu bringen", ergänzt er.

Der Tag im Studio ist der Abschluss der Lehrveranstaltung "Wetterbesprechung", die im Bachelorstudiengang angeboten wird. Wöchentlich bereiten dabei jeweils zwei Studenten eine Zusammenschau vor: Ein Kommilitone analysiert die Wetterlage in Leipzig, der andere kann sich weltweit einen Ort frei auswählen. "Allerdings haben die Studenten dann für ihren Vortrag jeweils 25 Minuten Zeit. Anders beim Radio-Auftritt: "Da muss das Wichtigste prägnant rübergebracht werden", erklärt Tutorin Sarah Grawe. Die meisten Uni-Wetterfrösche stehen das erste Mal am Mikrofon. "Haltet die Spannung, vermeidet Füllwörter und achtet vor allem auf die Zeit", gibt Josephine Bechler einige Tipps. Die Meteorologie-Studentin profitiert von ihrem Wissen aus der Masterausbildung und jobbt nebenbei bei MDR Info, wo sie regelmäßig das Wettergespräch moderiert.

"Einen schönen guten Morgen, kommen wir nun zum Wetter", begrüßt Julian Padelt aus dem Tonstudio den kleinen Zuhörerkreis seiner Mitstudenten und skizziert aktuelle Lage für Dresden, blickt dann meteorologisch voraus. Eine Minute und sechs Sekunden ist er auf Sendung. "Das war zu kurz", meint Thomas Hain. "Ein bisschen mehr Pepp", wünscht sich Josephine Bechler - "und mehr auf die Betonung achten". Im zweiten Durchlauf klappt es dann besser.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.07.2013

Winkler, Benjamin

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