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Bildung Leipziger SPD gibt Süden und Westen der Stadt Vorrang beim Neubau von Gymnasien
Leipzig Bildung Leipziger SPD gibt Süden und Westen der Stadt Vorrang beim Neubau von Gymnasien
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18:56 16.07.2013
Entwurf für den Neubau von Gymnasium und Turnhalle in der Telemannstraße. Quelle: Stadt Leipzig
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Leipzig

Die Sozialdemokraten reagieren damit auf einen Bericht der Leipziger Volkszeitung von Montag, in dem sich Eltern über viel zu lange Schulwege ihrer Kinder beschwerten.

Der LVZ-Bericht zeige, wie unterschiedlich die Nachfrage nach Gymnasialplätzen in den Leipziger Stadtteilen sei, so Heiko Oßwald, Stadtrat aus dem Wahlkreis Leipzig-Mitte. „Bereits bei Kitaplätzen und Grundschulkapazitäten ist die Situation in Leipzig-Mitte, -Süd, und -Südwest prekär. Das schlägt nun auch auf die Gymnasien durch“, sagte der Sozialdemokrat. Die Neueröffnung des Gymnasiums in der Telemannstraße bringe laut Oßwald zwar ab 2014 Entlastung. Jedoch fehlten im Leipziger Süden und Südwesten mindestens zwei Einrichtungen. Insbesondere in Schleußig und Plagwitz sei die Situation schwierig.

Der Bau neuer Gymnasien ist dabei eigentlich bereits beschlossen. Schon 2012 stimmte die Ratsversammlung dafür, auf dem „Jahrtausendfeld“ in Lindenau neue Schulen zu bauen. Von einem ganzen Bildungscampus ist die Rede. Wann gebaut wird, ist bislang aber noch völlig unklar.

Die SPD forderte dennoch bereits im Mai verstärkten Einsatz für den Schulbau und schlug einen weiteren Standort vor: das nicht weit vom „Jahrtausendfeld“ entfernte städtische Gebäude in der Karl-Heine-Straße 22. Dieses wird derzeit noch von der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig genutzt, soll aber 2015 frei werden. „Ein herrliches Gebäude in wunderbarer Lage“, erklärte damals die bildungspolitische Sprecherin der SPD im Stadtrat, Ute Köhler-Siegel. Oßwald legt nun nach und sagt: „Hier sollte die Stadtverwaltung spätestens im Schuljahr 2015/16 ein Vorinterim eröffnen.“

Laut städtischem Schulentwicklungsplan werden bis 2020 in Leipzig allein 4000 neue Grundschulplätze benötigt. Perspektivisch werden zudem drei Mittelschulen und fünf zusätzliche Gymnasien gebraucht.

Nach den LVZ-Recherchen gibt es derzeit 20 Widersprüche von Eltern gegen die Vergabe von Gymnasialplätzen, weil diese viel zu weit entfernt vom Wohnort liegen. Einige Eltern erwägen inzwischen sogar die Stadt zu verklagen.

ala

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