Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bildung Leipziger Schulen in Not: Geld für Kopien und Arbeitshefte reicht nicht aus
Leipzig Bildung Leipziger Schulen in Not: Geld für Kopien und Arbeitshefte reicht nicht aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:33 14.05.2013
Viele Leipziger Schulen wissen nicht, wie sie Unterrichtsmittel wie Kopien und Arbeitshefte noch finanzieren sollen. Quelle: dpa
Anzeige
Leipzig

Die Linke-Fraktion berichtet von einem Hilferuf an die Stadträte.

„Immer mehr Schulen wenden sich an die Stadträte mit der Bitte um Unterstützung bei der Aufstockung der Mittel“, heißt es in einer Erklärung. Am Mittwoch will die Fraktion das Problem per Anfrage im Stadtrat thematisieren. Leipzig brauche mehr als zwei Millionen Euro, um Lehr- und Lernmittel bezahlen zu können. Derzeit herrschten an den Schulen zum Teil „unhaltbare Zustände“.

So würden Eltern gebeten, Kopien zu bezahlen, oder Lehrer erledigten das gleich aus der eigenen Tasche. Der Stadtelternrat berichtet davon, dass Eltern Mails bekämen mit den Arbeitsblättern der Woche, die die Kinder ausgedruckt mitbringen sollten.

Auf völliges Unverständnis stößt bei der Elternvertretung auch die Forderung der Stadtverwaltung, dass benutzte Arbeitshefte eingesammelt werden sollen, damit die Schulen diese in die Altpapierverwertung geben können. Viele Kinder nutzten die Hefte aber zur Wiederholung des Stoffes und Vorbereitung auf die nächste Klassenstufe.

Eine Anfrage des Stadtelternrats ans Kultusministerium ergab: Da Arbeitshefte, in die die Schüler geschrieben haben, nicht erneut verwendet werden können, müssen sie auch nicht zurückgegeben werden. Auch die Freigabe an die Schule zur Altpapierverwertung steht den Eltern frei.

Den Schulen droht derweil neues Ungemach: Im Gespräch ist derzeit, dass der Schulträger auch grafikfähige Taschenrechner anschaffen und den Kindern stellen muss. Die Entscheidung sei noch nicht rechtskräftig, aber die Stadt müsse sich auf mögliche weitere Ausgaben von einer Million Euro vorbereiten, so die Linke-Fraktion.

Der Stadtelternrat empfiehlt eine Leipziger Sammelbestellung: Für denselben Taschenrechner-Typ würden derzeit Summen von unter 100 Euro bis zu 130 Euro pro Gerät ausgegeben, heißt es in der Erklärung.

Weitere Themen im Stadtrat am 15. Mai:

Evelyn ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Fünf junge Leute von der Deutschen Schule in Thessaloniki kommen im Juni/Juli nach Leipzig. Sie werden hier ein Praktikum absolvieren. "Die jungen Menschen haben sehr konkrete Vorstellungen von ihren späteren Berufswünschen", sagt Katrin Rosjat, die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Leipzig-Thessaloniki.

14.05.2013

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) hat in den letzten Jahren kontinuierlich mehr Forschungsmittel eingeworben, vier Profillinien definiert und bekommt nun Platzprobleme für die Wissenschaftler.

14.05.2013

Der Landesschülerrat Sachsen (LSR) hat mehr Gleichberechtigung staatlicher und freier Schulen gefordert. „Freie Schulen sind eine wunderbare Ergänzung für unser Schulwesen“, sagte der LSR-Vorsitzende Konrad Degen am Montag in Dresden.

13.05.2013
Anzeige