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Bildung Leipziger Studenten fordern Rücktritt des Hochschulrats
Leipzig Bildung Leipziger Studenten fordern Rücktritt des Hochschulrats
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22:13 15.10.2015
Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Quelle: dpa
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Leipzig

Im Streit um die künftige Besetzung des Rektorats der Universität Leipzig hat der Studentenrat (Stura) am Donnerstag den vollständigen Rücktritt des Hochschulrats gefordert. Das Vorgehen des außerhochschulischen Gremiums sei dilettantisch und entspreche nicht den Anforderungen an ein ordentliches Verfahren zur Wahl des künftigen Rektors, kritisierte Henrik Hofmann, Stura-Vertreter im Senat der Uni.

Der Hochschulrat ist ein eine Art Aufsichtsrat der Uni. In ihm sitzen vier Mitglieder der Hochschule und fünf externe Vertreter. Das Gremium bestimmt, wer als Bewerber für den Posten des Rektors zugelassen wird. Ende Juli wurde bekannt, dass Amtsinhaberin Beate Schücking nicht für eine zweite Amtszeit vorgeschlagen wird. Seitdem tobt ein heftiger Streit. Schücking fühlt sich für ihren Widerstand gegen die Sparpolitik des Landes bestraft.

Die Studenten forderten am Donnerstag, der Hochschulrat solle in seinen Befugnissen deutlich beschnitten werden. Solle er fortbestehen, müsse künftig sichergestellt sein, dass externe Mitglieder dort nicht die Mehrheit hätten. „Wir erwarten eine Zusage des Wissenschaftsministeriums, dass diese Forderungen bei zukünftigen Änderungen des Hochschulgesetzes umgesetzt werden“, sagte Alexander Bigerl, Referent für Hochschulpolitik beim StuRa.

Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) wies die Kritik der Leipziger Studenten scharf zurück. Die Rücktrittsforderungen seien unhaltbar. „Es ist kein rechtlicher Verstoß beim bisherigen Verfahren erkennbar. Die externe Kompetenz der Mitglieder des Hochschulrates, die zum überwiegenden Teil von der Universität selbst vorgeschlagen wurden, wird an den Hochschulen sehr geschätzt“, sagte Stange.

Ob es bei einer Novellierung des Hochschulgesetzes zu einer Änderung der Gremien und ihrer Kompetenzen komme, werde erst in den nächsten Jahren entschieden. „Ich wünsche mir einen konstruktiven Fortgang des Wahlverfahrens an der Universität Leipzig, denn es stehen mit der Weichenstellung für die Hochschulentwicklungsplanung wichtige Entscheidungen für die Zukunft noch in diesem Jahr an“, so Stange.

Von chg

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