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Bildung Leipziger Studentenwerk investiert mehr in soziale Betreuung
Leipzig Bildung Leipziger Studentenwerk investiert mehr in soziale Betreuung
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Andrea Diekhof Quelle: André Kempner
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Leipzig

Das Leipziger Studentenwerk will noch in diesem Jahr rund 200.000 Euro investieren, um die Vereinbarkeit von Studium und Beruf und die Betreuung von ausländischen Kommilitonen sowie Studenten mit Handicaps weiter zu verbessern.

So sollen unter anderem die Kapazitäten bei der Sozialbetreuung, der psychosozialen Beratung und der Jobvermittlung jeweils um eine halbe Personalstelle aufgestockt und ein Projekt zur Weiterentwicklung der Internationalisierung und Willkommenskultur gestartet werden. Das habe der Verwaltungsrat beschlossen, erklärte die Geschäftsführerin des hiesigen Studentenwerkes Andrea Diekhof, die zugleich Sprecherin der sächsischen Studentenwerke ist. Nach vielen Jahren der Zuschusskürzungen und des defizitären Wirtschaftens würden die jetzt zugestellten Zuwendungsbescheide die vier Studentenwerke des Freistaates wieder "optimistischer in die Zukunft blicken lassen".

 In der Vergangenheit hatte das Land jährlich nur noch 5,9 Millionen Euro für den laufenden Betrieb beigesteuert. Nunmehr sind es 2015 und 2016 jeweils rund zehn Millionen Euro. Der Großteil dieser Mittel sei notwendig, um die sogenannten Infrastruktur-Vorhaltungskosten bei Mensen und Cafeterien zu decken, sagte Diekhof. Nach der finanziellen Durststrecke sei es nunmehr wieder möglich, nachhaltig zu arbeiten und die Instandhaltung sowie den Substanzerhalt der Gebäude und der technischen Anlagen zu sichern. Die sächsischen Studentenwerke betreiben an den verschiedenen Hochschulstandorten etwa 40 Mensen und Cafeterien.

 Allerdings würde das Geld nicht ausreichen, um große Ersatzinvestitionen bei Gebäuden für die Speiseversorgung zu ermöglichen, meinte Diekhof. Dafür würden punktuell zusätzliche Zuschüsse aus der Landeskasse benötigt. "Wir hoffen nun, dass die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Zielvereinbarung auch eine langfristige Planungssicherheit schafft." In den letzten Jahren hatten die anfallenden finanziellen Defizite im Mensabereich immer wieder zu Erhöhungen der Essenspreise und des Semesterbeitrages geführt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.08.2015
Mario Beck

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