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Leipziger Uni-Bibliothek: Mehr Nutzer, weniger Personal

Bilanz 2015 Leipziger Uni-Bibliothek: Mehr Nutzer, weniger Personal

Die Leipziger Unibibliothek hat die Zahl ihrer Mitarbeiter im vergangenen Jahr weiter reduziert. 206 Angestellte arbeiteten 2015 für die UBL, 17 weniger als noch zwei Jahre zuvor. Die Zahl der Nutzer dagegen stieg an auf 29.579.

Blick in die Universitätsbibliothek Albertina in Leipzig (Archivbild)

Quelle: André Kempner

Leipzig. An der Leipziger Uni-Bibliothek (UBL) ist die Zahl der Mitarbeiter und die der Standorte weiter rückläufig. Aus der jetzt vorliegenden Bilanz für 2015 geht hervor, dass Ende letzten Jahres 206 Mitarbeiter beschäftigt waren und damit sieben weniger als 2014. 2013 gab es noch 223 Angestellte an den damals 17 Standorten. Im letzten Jahr wurden noch 15 Standorte betrieben und damit das Konzept der Zentralisierung und Konsolidierung weiter umgesetzt. Bei den Erwerbungsmitteln zur Literaturbeschaffung konnte deutlich zugelegt werden – rund 4,62 Millionen Euro wurden 2015 dafür verausgabt (2014: 4,37 Millionen Euro). Der Trend nach oben hat sich auch bei der Zahl der aktiven Nutzer fortgesetzt, die im letzten Jahr bei etwa 29.579 lag. Ein Zugewinn von mehr als 300 gegenüber 2014.

Im Tätigkeitsbericht verweist UBL-Direktor Professor Ulrich Johannes Schneider vor allem auf die im letzten Jahr vollendeten Umbau- und Neugestaltungsmaßnahmen in der Bibliotheca Albertina in der Beethovenstraße. Im Westflügel des Erdgeschosses entstanden das Café Alibi samt Leselounge sowie ein Vortragssaal. Die neue Dauerausstellung zur Geschichte und den Schätzen der UBL mit 16 großformatigen Glastafeln wurde im Eingangsbereich eröffnet und der Umzug der erziehungswissenschaftlichen Literaturbestände von der Karl-Heine-Straße in die Albertina gemeistert. Auf der Erfolgsseite verbucht Schneider auch die Modernisierung des UBL-Internetauftritts und weitere Projektförderungen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Eines der Vorhaben zielt auf die wissenschaftliche Erschließung der griechischen Handschriften, die in der Albertina verwahrt werden.

Beim Blick voraus ist Schneider „hoffnungsfroh“, dass es für die Zweigbibliotheken Medizin/Naturwissenschaften und Sport/Erziehungswissenschaft feste Perspektiven gibt. Erstere bekommen an der Liebigstraße ein modernes Domizil im Gebäude der ehemaligen Mensa, das derzeit umgebaut wird. 2018 soll dort eingezogen werden. In zwei Jahren, so die Planung, wird auch das neue Quartier für die Fachbibliotheken Sportwissenschaft/Erziehungswissenschaft vollendet sein. Sie finden dann Platz im bildungswissenschaftlichen Zentrum, das derzeit am Campus an der Jahnallee entsteht.

Weil das Stammhaus der UBL, die Bibliotheca Albertina, im Herbst 1891 eingeweiht wurde, wird alsbald das 125. Jubiläum gefeiert. Am 24. Oktober gibt es ein Kolloquium zur Baugeschichte des einst nach den Plänen des Leipziger Architekten Arwed Rossbach errichteten Gebäudekomplexes. Im Zweiten Weltkrieg war die Albertina durch Bombentreffer zu großen Teilen zerstört worden, zu DDR-Zeiten erfolgten Notreparaturen, 1992 begann der rund zehn Jahre dauernde Wiederaufbau.

Mario Beck

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