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Bildung Leipziger Uni-Bibliothek muss beim Bücherkauf sparen
Leipzig Bildung Leipziger Uni-Bibliothek muss beim Bücherkauf sparen
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11:49 08.11.2016
Vor allem beim Ankauf von Druckerzeugnissen musste gespart werden. (Symbolbild) Quelle: Volkmar Heinz

Demnach setzte sich die seit 2010 anhaltende Reduzierung der für den Ankauf von Büchern und das Ordern von Lizenzen zur Verfügung stehenden Gelder fort. Aufgewendet wurden dafür im letzten Jahr rund vier Millionen Euro, das waren etwa 500 000 Euro weniger als 2012. Im Jahr 2010 konnte die UBL noch 4,64 Millionen Euro an Erwerbungsmitteln einsetzen.

 Vor allem beim Ankauf von Druckerzeugnissen musste gespart werden. Ausweislich der Bilanz, wurden 2013 zirka 49 000 Bücher angeschafft, 2012 waren es noch etwa 55 000. Bei den gedruckten Zeitschriften sank die Zahl im gleichen Zeitraum von 3714 auf 3269. Allerdings wurde bei den Online-Zeitschriften zugelegt - von 8973 auf 9727. Wie berichtet, war die UBL im letzten Jahr nur über die Runden gekommen, weil das sächsische Wissenschaftsministerium per Sonderzuweisung noch 380 000 Euro flüssig gemacht hatte. Außerdem konnte das Drittmittel-Aufkommen um mehr als 200 000 Euro gegenüber 2012 gesteigert werden.

 Während sich die Zahl der aktiven Nutzer bei etwas mehr als 29 000 eingepegelt hat, muss die UBL mit weniger Personal auskommen. Die Belegschaft sank von 227 Mitarbeitern 2012 auf 223 im letzten Jahr. Das schlägt sich auch bei den Standorten der UBL nieder. Betrieben wurden im letzten Jahr noch 17, 2011 waren es 19. Zusammengelegt wurden die Bibliotheken der Chemiker und Physiker, die Literaturbestände der musikwissenschaftlichen Bibliothek zogen von Mendelssohn-Haus in der Goldschmidtstraße ins Städtische Kaufhaus um. Perspektivisch geplant ist eine "Bibliothek der Künste" im Musikviertel, die "in einigen Jahren" im Verbund von Uni, der Hochschule für Musik und Theater sowie der Hochschule für Grafik und Buchkunst entstehen soll.

 Verwiesen wird in der Bilanz auf die weiter "prekäre" Situation der Medizin-Bibliothek in der Liebigstraße. Zwar gebe es für die Nutzer im neu gestalteten Lesesaal jetzt ein erweitertes Angebot an ausleihbaren Büchern und acht neue Leseplätze, aber das alles seien "nur kleine Versuche", um die angespannte Lage etwas zu verbessern.

 Gewartet wird weiter auf den großen Wurf - den Neubau der Zentralbibliothek Medizin/Naturwissenschaften. Geplant ist der zwar schon, aber die Finanzierung des Gebäudes, in dem auch die Mensa und die Lernklinik der Mediziner unterkommen sollen, steht noch aus. Gehofft werde "auf einen baldigen Baubeginn" am Campus an der Liebigstraße.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.05.2014

Beck, Mario

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