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Bildung Leipziger Uni-Journalistik in der Krise – 2017 keine Immatrikulationen
Leipzig Bildung Leipziger Uni-Journalistik in der Krise – 2017 keine Immatrikulationen
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14:37 26.04.2017
Immatrikulationsstopp an der Leipziger Uni-Journalistik. Quelle: Kempner
Leipzig

Immatrikulationsstopp an der Leipziger Uni-Journalistik: Für den Master-Studiengang werden in diesem Jahr keine neuen Kommilitonen aufgenommen. Erst 2018 soll das wieder erfolgen, bis dahin soll die Ausbildung reformiert werden. Einen entsprechenden Beschluss fasste gestern das Führungsgremien der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie, zu der das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft gehört, dem wiederum die von Professor Marcel Machill geleitete Journalistik-Abteilung zugeordnet ist.

„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber wir brauchen Zeit für einen Neubeginn und stehen zudem in der Verantwortung gegenüber den Studierenden und Lehrenden“, sagte Fakultätsdekan Professor Roger Berger. Dass nun die Reißleine gezogen wird, begründete er mit einer gravierenden Abnahme der Bewerberzahlen für den Studiengang. Seit geraumer Zeit gebe es diese Negativ-Tendenz als „Indikator für eine gesunkene Attraktivität“. Außerdem sei der Studiengang personell nicht ausreichend abgesichert. Als „kapazitäre Defizite“ bezeichnete das Professor Thomas Kater, der Studiendekan der Fakultät.

Unter seiner Ägide soll es nun eine Reformkommission richten, in der auch Machill vertreten ist. Kater: „Wir können den Studiengang nicht guten Gewissens einfach so weiterlaufen lassen, das würde die traditionsreiche Journalistik-Ausbildung wirklich gefährden.“ In der Vergangenheit war diese schon personell stark ausgedünnt und die Immatrikulationszahl von jährlich einst 50 auf 30 reduziert worden. Das hatte für Proteste gesorgt. Derzeit sind 113 Kommilitonen eingeschrieben, denen Kater zusicherte, ihr Studium ordnungsgemäß weiter absolvieren zu können. Auch die Volontariate und die Lehrredaktion seien nicht gefährdet.

Mario Beck

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