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Bildung Leipziger Uni-Tierklinik: Neues Hightech-Gerät kann Hunde und Pferde in Bewegung röntgen
Leipzig Bildung Leipziger Uni-Tierklinik: Neues Hightech-Gerät kann Hunde und Pferde in Bewegung röntgen
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18:50 11.02.2014
Die neue Fluokinanlage ermöglicht die Aufnahme von Hochgeschindigkeits-Röntgenfilmen auch von größeren Tieren auf dem Laufband. Hier ein australischer Schäferhund. Quelle: Andreas Döring
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Leipzig

Der für die Leipziger entwickelte Prototyp zur sogenannten Fluoroskospischen Kinematographie (Fluokin) ist am Dienstag feierlich auf dem Campus eingeweiht worden.

Das Großgerät soll mehrdimensionale Einblicke darüber liefern, was während der Bewegung in Hundegelenken oder Pferdehufen genau passiert. Die Tiere laufen dafür auf einem Laufband, während zwei Röntgenquellen und eine Kamera aus verschiedenen Winkeln 550 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Die Fluokin-Anlage für Klein- und Großtiere ist nach Angaben der Uni Leipzig einzigartig in Europa.

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Leipzig. Tiere auf dem Laufband zu medizinischen Zwecken: Die Leipziger Universitätsklinik für Tiermedizin hat eine neue Hochgeschwindigkeits-Röntgenanlage für Haus- und Nutztiere offiziell in Betrieb genommen. Der für die Leipziger entwickelte Prototyp zur sogenannten Fluoroskospischen Kinematographie (Fluokin) ist am Dienstag feierlich auf dem Campus eingeweiht worden.

Ziel: Bessere OP-Methoden bei Hunden

Mit Hilfe der Aufnahmen könnten am Computer genaue Modelle der Gelenke und Bewegungsabläufe errechnet werden, erklärte Mitinitiator Christoph Mülling. „Vereinfacht gesagt, können wir damit erstmals in den Huf, das Gelenk oder die Klaue hineinschauen“, sagte der Professor. Das Gerät soll zunächst vor allem für die Grundlagenforschung eingesetzt werden.

„Eines unserer Ziele ist es, Operationsmethoden und -techniken bei Hunden zu verbessern“, sagt Professor Peter Böttcher von der Klinik für Kleintiere der Universität Leipzig. Im Gegensatz zur herkömmlichen Bewegungsanalyse mit auf der Haut aufgeklebten Markern, wie man sie aus der Sportmedizin kenne, werde bei der Fluokinanlage das Tier in der Bewegung mit Röntgenstrahlen durchleuchtet und so die Bewegung der Knochen punktgenau abgebildet.

Diese Aufnahmen könnten dann mit zuvor gemachten Bildern aus dem Computertomographen kombiniert werden. So entstehe eine dreidimensionale Animation des untersuchten Gelenkes.

Anlage kostet 240.000 Euro

Laut Mülling laufen bereits Studien, welchen therapeutischen Nutzen orthopädische Hufbeschläge bei Pferden bringen können. Ein anderes Team erforsche die Veränderungen von Hundegelenken vor und nach einer Operation. Zur Diagnostik soll die 240 000 Euro teure Anlage zunächst nicht eingesetzt werden. „Das ist das Fernziel, aber auch noch Zukunftsmusik“, sagte Mülling.

dpa/swd

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