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Bildung Leipziger Uni verzeichnet Rekord bei Bewerbungen - auch HTWK ist beliebt
Leipzig Bildung Leipziger Uni verzeichnet Rekord bei Bewerbungen - auch HTWK ist beliebt
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23:59 01.10.2013

Das sind etwa 8000 mehr als im letzten Jahr. Auch die hiesige Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) kann über mangelnden Zulauf nicht klagen.

Dort liegen etwa 12 700 Bewerbungen vor - und damit etwas weniger als im Spitzenjahr 2012. Der anhaltende Ansturm auf die Akademikerschmieden sorgt für neuerlichen Wirbel um den sächsischen Hochschul-Entwicklungsplan, in dem Stellenkürzungen festgeschrieben sind.

Von der demografischen Delle ist nichts zu spüren. Alleine für die mit Zulassungsbeschränkungen versehenen Bachelor- und Lehramtsstudiengänge sowie Jura liegen an der Alma mater zirka 30 000 Bewerbungen vor. Weitere rund 10 000 betreffen die anderen Ausbildungsangebote. Wie die Immatrikulationszahlen genau ausfallen werden, steht aber noch nicht fest. "Natürlich gibt es auch viele junge Leute, die sich an mehreren Hochschulen beworben haben und sich noch die Entscheidung vorbehalten, wo sie sich letztlich einschreiben", erklärte Uni-Sprecher Carsten Heckmann. Im letzten Jahr hatte es mit 7616 Erstsemestern einen Immatrikulationsrekord an der Uni gegeben, bedingt vor allem durch die kräftige Kapazitätserweiterung bei der Lehramtsausbildung.

Laut Heckmann kommt "mehr als die Hälfte der derzeitigen Bewerber aus den alten Bundesländern", das liege offenbar auch an den doppelten Abiturjahrgängen in Hessen und Nordrhein-Westfalen. "Aber natürlich spielen auch die Attraktivität der Uni und der Stadt Leipzig sowie die guten Unterkunftsmöglichkeiten eine Rolle." Die größte Nachfrage besteht, gemessen an den zur Verfügung stehenden Plätzen, in der Psychologie. Dort kommen 63 Anwärter auf einen Studienplatz. Bei den Kommunikations- und Medienwissenschaften ist das Verhältnis 32:1, bei der Politikwissenschaft 30:1 und bei den Kulturwissenschaften 28:1. Die Rechtswissenschaften sind in diesem Jahr erstmals mit einem Numerus clausus versehen.

An der HTWK seien für die 1137 zur Verfügung stehenden Bachelor-Studienplätze rund 10 000 Bewerbungen (2012: 10 900) eingetroffen, erklärte der Prorektor für Bildung, Professor Gerhard Hacker. Besonders eklatant zeige sich die Schere zwischen den vorrätigen Kapazitäten und dem Bedarf bei den Ausbildungsrichtungen "Soziale Arbeit", wo es 33,4 Kandidaturen pro Platz gibt, und bei "International Management", wo das Verhältnis 24,4:1 beträgt. Bei den Master-Studiengängen der HTWK kommen auf die 444 vorgehaltenen Plätze rund 2690 Bewerbungen (2012: 2312). Mit Blick auf den Hochschul-Entwicklungsplan des Freistaates, nach dem die HTWK bis 2015 insgesamt 14 Personalstellen einsparen muss, meinte Hacker, das wirke sich auch auf die Immatrikulationszahl aus. Leider sei aufgrund der begrenzten Ressourcen die Ablehnungsquote bei den Studienbewerbungen weiter sehr hoch. Wie berichtet, muss auch die Uni Personal abbauen - bis 2015 fallen 72 Stellen weg. Sachsenweit sollen bis zu diesem Zeitpunkt mehr als 200 Stellen dem Rotstift zum Opfer fallen.

Bei einer Anhörung im Landtag am Montag, die von der SPD-Fraktion anberaumt worden war, forderten Vertreter von sieben Hochschulen angesichts der anhaltenden Bewerberflut ein Stellenmoratorium. Professor Thomas Lenk, Prorektor für Entwicklung und Transfer der Leipziger Uni erklärte, die Stellenkürzungen müssten ausgesetzt und die Hochschul-Entwicklungsplanung anpasst werden. Die Landesregierung sieht indes keinen Korrekturbedarf und verweist unter anderem auf das sogenannte Überlastpaket, durch das Hochschulen zusätzliches Personal einstellen können - allerdings nur befristet bis 2016.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.10.2013

Mario Beck

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