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Bildung Leipziger Wissenschaftler erforschen Unternehmen und Influencer
Leipzig Bildung Leipziger Wissenschaftler erforschen Unternehmen und Influencer
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08:04 15.06.2018
Sogenannte Influencer scheinen die Werbeträger von morgen zu sein. Wissenschaftler an der Leipziger Universität haben diese Strukturen untersucht. (Symbolbild) Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Sogenannte Influencer testen Makeup und neue Produkte wie Smartphones und erreichen damit ein Millionenpublikum, vor allem in der jungen Zielgruppe. Warum das so ist und welche Strukturen dahinter stehen, haben Kommunikationswissenschaftler der Uni Leipzig erforscht.

„Wir beobachten, dass die Zusammenarbeit mit großen Social-Media-Stars genauso wie mit Micro-Influencern zunehmend den Kommunikationsmix von Organisationen ergänzt - sicherlich auch als Antwort auf ein verändertes Mediennutzungsverhalten", sagt Nadja Enke wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Communication Management am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft.

In der Studie mit dem Titel "Management strategischer Influencer-Kommunikation" haben Enke und ihr Kollege Nils Borchers die Zusammenarbeit zwischen Unternehmern und Influencern analysiert. Die beiden Wissenschaftler befragten dafür zehn Organisationen und geben Auskunft über die Planung, die Organisation, den Personaleinsatz, die Führung und die Kontrolle von Influencer-Kommunikation aus Organisationsperspektive.

Fünf Influencer-Rollen charakterisiert

Weiterhin wurden die verschiedenen Influencer charakterisiert, wobei sich fünf Rollenmuster ergaben, so die Universität. Laut den Wissenschaftlern ist der Einfluss von Influencer-Kommunikation „sehr effektiv und effizient“ und erreicht nicht nur das junge Publikum: „Je nach Kanal und Themenexpertise gibt es durchaus Influencer, die Communities mit einem Altersdurchschnitt deutlich über 30 Jahren haben“, erklärt Borchers.

In der Studie haben Enke und Borchers auch herausgearbeitet, dass die Evaluation der neuen Kommunikationsform für die meisten Organisationen eine große Herausforderung darstellt. „Organisationen und Agenturen analysieren vor allem, ob der Influencer-Content gut ankam. Also wie viele Personen ihn gesehen, geliket und kommentiert haben. Damit ist aber noch wenig darüber gesagt, inwieweit die eigentlichen Ziele erreicht wurden. Der Branche fehlt es teilweise noch an geeigneten Kennzahlen und Messmethoden, um die tatsächliche Leistung nachzuweisen", resümiert Nadja Enke.

LVZ

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