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Bildung Licht und Schatten auf Dauerbaustelle der Universität Leipzig
Leipzig Bildung Licht und Schatten auf Dauerbaustelle der Universität Leipzig
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15:00 19.07.2011
Die Baustelle des Hauptgebäudes am Augustusplatz. Quelle: dpa
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Leipzig

Das Großprojekt war der Sportcampus an sich. Seit 1991 saniert der Freistaat den Campus an der Jahnallee für 61 Millionen Euro. Zu DDR-Zeiten residierte dort die Kaderschmiede des DDR-Leistungssports, die Deutsche Hochschule für Körperkultur DHFK. Die Sportwissenschaftliche Fakultät als Nachfolgerin betreut aktuell 1300 Studenten. Letztes großes Projekt auf dem Campus ist die Sanierung von Gebäuden für die Erziehungswissenschaften.

Studenten auf dem Campus in der Jahnallee. (Archivfoto) Quelle: dpa

Zu den Großvorhaben zählt nach den Angaben von Baudezernent Titus Werner im Medizinkomplex unter anderem das Translationszentrum für regenerative Medizin in der ehemaligen Frauenklinik. Die Kosten liegen bei 14 Millionen Euro. Für 17 Millionen Euro entsteht ein Technikum Analytikum. Die Theoretische Physik wird laut Werner im kommenden Jahr in ein nach Passivhausstandard saniertes Gebäude einziehen. Vom Konjunkturpaket der Bundesregierung profitierte die Universität etwa beim Neubau eines Zentralen Labor-, Bibliothek- und Mensagebäudes für die Veterinärmedizinische Fakultät.

Zum Sorgenkind wurde hingegen das Prestigeprojekt von Universität und Freistaat. Der 200 Millionen Euro teure neue Campus am Augustusplatz ist immer noch nicht komplett. Am Paulinum wird noch gebaut. Der Paulinum genannte Aula- und Kirchenraum ist das Herz des Campus’ in der City. Es wurde genau dort errichtet, wo einst die in der DDR gesprengte Paulinerkirche der Universität stand. Der Hochschulbetrieb in den Räumlichkeiten soll laut Finanzministerium nun mit dem Sommersemester 2012 aufgenommen werden.

Einen Termin für den Aula- und Kirchenraum gibt es noch nicht. Erst müssten noch Ausschreibungen und Planungen ausgewertet werden, hieß es im Ministerium. Am Paulinum wird seit 2007 gebaut. Fertig sein sollte es ursprünglich zum 600. Geburtstag der Universität. Das Jubiläum war 2009. Als Ursache für die Verzögerungen nennt das Ministerium unter anderem die Pleite des Architekten und anschließende juristischen Streitigkeiten.

Gitta Keil, dpa

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