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Medizintests in der Todeszone - Leipziger erklimmen Gipfel im Himalaya

Medizintests in der Todeszone - Leipziger erklimmen Gipfel im Himalaya

Gipfelsturm auf den letzten Drücker: Nachdem starker Schneefall der Himalaya-Expedition namens Swissexped, an der fünf Mediziner des Leipziger Uni-Klinikums (UKL) beteiligt sind, zugesetzt hatte, konnte doch noch bis zur Spitze des 7126 Meter hohen Himlung Himal vorgestoßen werden.

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Letzte Station vor dem Gipfel: Das Camp 3 der Expedition in 7050 Metern Höhe am 7126 Meter aufragenden Himlung Himal.

Quelle: Swissexped

"Wir haben ihn bestiegen und alle nötigen Forschungsdaten erhoben", mailte der Leiter des UKL-Teams, Ludger Mende, an die LVZ.

Letzte Woche hatte sich am Dach der Welt ein Schönwetterfenster aufgetan und die Zeit des Wartens im Basislager endlich ein Ende. Allerdings folgte auf die gute meteorologische Botschaft sogleich eine schlechte logistische. Die entlang der Aufstiegsroute eingerichteten Camps zeigten sich in desolatem Zustand - viele der Zelte waren durch die Schneemassen zerstört worden. Der Himlung Himal hatte den Wissenschaftlern und Probanden die kalte Schulter gezeigt. Doch die ließen sich nicht entmutigen und gingen zusammen mit zahlreichen Sherpas wieder in die Spur. Die Hochlager wurden erneuert, weitere Nahrungsvorräte und medizinisches Equipment bis hinauf in die Todeszone über 7000 Meter geschafft, wo nachts die Temperatur auf bis zu minus 30 Grad Celsius absackte.

Seite an Seite mit ihren Schweizer Kollegen arbeiteten sich die Leipziger immer weiter vor. Wie berichtet, hatten sich neben den UKL-Ärzten Katy Rosenke, Ludger Mende und Gero Schulze auch die Krankenschwestern Jana Bauer und Nicole Brettschneider in das Unternehmen eingeklinkt, das im Dienst der Wissenschaft durchgezogen wurde. Ziel war es, den Auswirkungen der Höhenkrankheit auf den Grund zu gehen. Welche Veränderungen sich in den Organen und beim Kreislauf in dünner Luft vollziehen, lautete eine der Fragestellungen.

Dafür wurde bei den Probanden, die allesamt alpinistische Erfahrung hatten, ein umfangreiches Testprogramm während des Auf- und Abstiegs durchgeführt. Das reichte von Blutabnahmen über Belastungsmessungen bis zu Ultraschall-Untersuchungen. "Weltrekord auf rund 7000 Metern - bei 14 Probanden haben wir dort oben eine Sonografie an Auge und Gehirn vornehmen können", berichtete Mende. Ort des Geschehens war das Camp 3 auf 7050 Metern. Von dort aus wurde dann noch der Gipfel erobert.

Inzwischen haben die Expeditionäre ihre Zelte an dem Bergriesen abgebrochen und sind - via Kathmandu und Zürich - auf der Heimreise. Im Gepäck haben sie Unmengen von Blutproben, Messdaten und anderen Untersuchungsergebnissen, die in den kommenden Monaten detailliert ausgewertet werden müssen. Damit verbindet sich die Hoffnung auf Erkenntniszuwachs, der im klinischen Alltag nützlich sein könnte. Mende: "In der täglichen Arbeit versorgen wir oft Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen, die letztlich von einer mangelnden Sauerstoffversorgung der Organ- und Zellsysteme gekennzeichnet sind."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.10.2013

Mario Beck

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