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Bildung Mehr Platz für Leipzigs Kinder: Stadtrat bestätigt Schulentwicklungsplan
Leipzig Bildung Mehr Platz für Leipzigs Kinder: Stadtrat bestätigt Schulentwicklungsplan
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21:32 21.03.2012
Leipzig braucht mehr Schulen - der Entwicklungsplan ist auf dem Weg. Quelle: Andreas Friedrich
Leipzig

21 Schulen sollen in den nächsten Jahren neu gebaut, Grundschulbezirksgrenzen verschoben, alte Gebäude reaktiviert werden. Mit großer Mehrheit verabschiedete das Leipziger Parlament den Schulentwicklungsplan. Kritik wurde trotzdem laut.

"Endlich liegen die Maßnahmen vor", sagte Katharina Krefft, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Eigentlich zu spät, resümierte sie, um rechtzeitig rund 6000 Kindern pro Jahrgang wohnortnahen Schulraum zu garantieren. Die Entwicklung, dass in Leipzig wieder mehr Kinder geboren werden, sei schon länger absehbar gewesen.

Suche nach geeigneten Schulorten

"Wir wissen, dass unsere Arbeit jetzt erst richtig beginnt", sagte Ute Köhler-Siegel für die SPD-Fraktion. Die Bevölkerungsprognose für den Schulentwicklungsplan stamme aus dem Jahr 2009. "Die Planung muss ständig weiter entwickelt werden", forderte

sie. Die Suche nach geeigneten Schulorten und die effektive Realisierung der Neubauten müssten jetzt im Mittelpunkt stehen.

Die Schulnetzplanung sieht den Bau von neun Grundschulen, sieben Mittelschulen und fünf Gymnasien vor. Margitta Hollick von der Fraktion "Die Linken" monierte, dass der Entwicklungsplan den Eltern nicht beantworte, wann und wo gebaut würde. "Wir brauchen einen Maßnahmenplan für jeweils drei Jahre", forderte sie. Auch Arnd Besser von den Liberalen setzte sich für einen Realisierungsplan ein.

30 Millionen Euro pro Jahr - trotz sinkender Fördermittel

Geplant ist, in den nächsten zehn Jahren jährlich rund 30 Millionen Euro in den Haushalt einzustellen, um Sanierung und Neubau der Schulen zu gewährleisten. 2012 ist das Ziel beinahe erreicht: 29 Millionen Euro stehen bereit, davon sollen zwölf Millionen Euro aus Fördertöpfen kommen. "Der Anteil wird sinken", sagte Hollick und bekräftigte, dass ihre Fraktion von der Gesamtsumme nicht abweichen werde.

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hatte die 30 Millionen Euro als Hausnummer im April 2011 zur Bildungspolitischen Stunde im Stadtrat ins Spiel gebracht. Am Mittwoch sagte er: "Ich möchte keine Luftschlösser auf den Tisch legen. Die Summe habe ich genannt, als klar war, was zu stemmen ist, auch wenn die Fördermittel zurückgehen." Der Plan sei ambitioniert, die Verwaltung ziehe an einem Strang.

In den 1990er Jahren, erinnerte Linken-Abgeordnete Hollick, wurde in Leipzig in Zeiten geburtenschwacher Jahrgänge jede dritte Schule geschlossen. Heute kann der Schulbau manchmal nicht schnell genug gehen, wie bei der Lessing-Schule im Waldstraßenviertel. Aus der wurde 2010 die 5. Containerschule in der Eitingonstraße ausgegliedert. Und schon wieder heißt es dort: "Wir brauchen Platz". Eine zweite Etage für die Schule, zum Lernen, Entfalten und Spielen. Wann die kommen wird, ist offen.

Evelyn ter Vehn

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