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Meilenstein in der medizinischen Forschung – Uniklinik Leipzig erhält neuen Ganzkörperscanner

Meilenstein in der medizinischen Forschung – Uniklinik Leipzig erhält neuen Ganzkörperscanner

Das Universitätsklinikum in der Liebigstraße Leipzig hat am Mittwoch seine neueste Errungenschaft vorgestellt: den „Biograph mMR“. Mit dem Großgerät lassen sich zukünftig futuristische Bilder aus dem Körperinnern aufnehmen.

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Die Uniklinik in der Liebigstraße Leipzig hat am Mittwoch den neuen Ganzkörper-Tomographen vorgestellt.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Zum ersten Mal werden dabei die Aufnahmen von MRT- und PET-Daten in einem Gerät vereint. Bei der Magnetresonanztomographie (MRT) werden Magnetfelder eingesetzt, um Organe und Gewebe im Körper zu untersuchen. Bei der Positronen-Emissions-Tomographie erfolgt dies mit schwach radioaktiver Substanz.

Die Kombination dieser zwei Verfahren sei „ein Meilenstein in der medizinischen Forschung“, betonte Osama Sabri, Leiter der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Leipzig. Das Gerät kann den ganzen Körper scannen und untersucht den Patienten auf Volkskrankheiten wie Demenz, Depression, Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen.

Doch damit sind nicht nur ältere Patienten angesprochen. „Das Gerät ist für Kinder, sowie ältere Menschen geeignet. Heutzutage kann jeder an Krebs erkranken“, sagte Sabri.

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Das Universitätsklinikum in der Liebigstraße Leipzig hat am Mittwoch seine neueste Errungenschaft vorgestellt: den „Biograph mMR“. Mit dem Großgerät lassen sich zukünftig futuristische Bilder aus dem Körperinnern aufnehmen. Zum ersten Mal werden dabei die Aufnahmen von MRT- und PET-Daten in einem Gerät vereint.

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Sabri betonte vor allem drei Vorteile des neuen Systems: „Zum einem profitieren die Patienten von einer kürzeren Behandlungszeit, denn mit zwei Geräten wäre sie doppelt so lang. Eine Untersuchung dauert mit dem „Biograph mMR“ nur noch 20 bis 40 Minuten. Außerdem wird die Strahlenbelastung reduziert und eine frühzeitigere und sichere Diagnose von Krankheiten kann gewährleistet werden.“

Der Unterschied zu älteren Verfahren liege in der gleichzeitigen Messung von MRT- und PET-Daten. Diese ermöglicht nicht nur, Strukturen und Veränderungen der Organe zu erkennen, sondern lässt auch den Stoffwechsel jeder einzelnen Zelle nachvollziehen. „Mit dem Gerät können wir zum Beispiel Tumorgeschwülste erkennen, die nur wenige Millimeter groß sind. Das Besondere daran ist, dass gleichzeitig die Stelle und die Struktur aufgezeigt wird“, sagte Sabri, der auch Hauptantragsteller für den „Biograph mMR“ war.

Deutschlandweit werden zurzeit nur drei dieser Geräte von der Deutschen Forschungsgemeinschaf (DFG) gefördert. In Ostdeutschland konnte sich Leipzig als erster Standort durchsetzen und erhält neben der DFG zusätzliche Unterstützung von der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft, um das vier Millionen teure Gerät zu finanzieren.

Vivian Degen

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