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Bildung NS-Raubgut aus der Leipziger Uni-Bibliothek wird in der Albertina ausgestellt
Leipzig Bildung NS-Raubgut aus der Leipziger Uni-Bibliothek wird in der Albertina ausgestellt
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19:35 23.11.2011
NS-Raubgut aus der Leipziger Universitätsbibliothek Quelle: Andreas Döring
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Leipzig

Ein Teil der Bücher soll nun in einer Ausstellung gezeigt werden.

Insgesamt 12.500 Bände des Bibliotheksbestandes hatte die Uni in einem Forschungsprojekt untersuchen lassen. Bei 6000 Titeln habe sich der Verdacht auf Raubgut aus der Zeit des Nationalsozialismus bestätigt. Weitere knapp 1500 Bücher wiesen Hinweise auf Vorbesitzer wie Stempel oder handschriftliche Vermerke auf, die einen unrechtmäßigen Erwerb vermuten lassen.
Leipzig. Was bleibt, sind die Bücher: Eine Ausstellung in Leipzig erinnert an die Schicksale vieler Menschen, die in der NS-Zeit verfolgt und ermordet wurden. Zwei Bibliothekare durchforsteten die Bestände der Leipziger Universitätsbibliothek und fanden tausende geraubte Bücher. Am Sontag wurde die Schau in der Albertina eröffnet.

Eine Auswahl der Fundstücke wird ab Sonntag in der Albertina (Beethovenstraße 6) ausgestellt. Biographische Erklärungen, Fotos und historische Dokumente sollen dabei an die rechtmäßigen Eigentümer wie den Leipziger Widerstandskämpfer Karl Ferlemann erinnern, dessen gesamte Bibliothek beschlagnahmt und an die Universität geliefert wurde. Für die Recherchen waren auch Unterlagen der Leipziger Gestapo ausgewertet worden.

Zur Eröffnung der Schau am Sonntag wird neben Uni-Rektorin Beate Schücking auch Sachsens Bildungsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) erwartet. Die Ausstellung ist bis zum 18. März 2012 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

nöß

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