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Neue Leibniz-Professorin der Uni Leipzig kommt aus Südafrika

Forschung zum Verhältnis Afrika-Asien Neue Leibniz-Professorin der Uni Leipzig kommt aus Südafrika

Frischer Wind für die Leipziger Afrikaforschung: Die neue Leibniz-Professorin Scarlett Cornelissen forscht zum Einfluss Asiens auf unseren südlichen Nachbarkontinent.

Die Politikwissenschaftlerin Scarlett Cornelissen aus Kapstadt ist die neue Leibniz-Professorin der Universität Leipzig.

Quelle: Swen Reichhold/Uni Leipzig

Leipzig. Fast überall in Afrika sind chinesische Ingenieure unterwegs. Im Auftrag ihres Staates bauen sie Straßen und Brücken, werkeln an moderner Infrastruktur und verändern mit ihren Investitionen das Gesicht afrikanischer Länder. Die Auswirkungen dieser Politik und das Verhältnis zwischen einzelnen asiatischen Ländern und dem afrikanischen Kontinent sind ein Forschungsschwerpunkt von Scarlett Cornelissen, der neuen Leibniz-Professorin an der Universität Leipzig.

Die südafrikanische Politikwissenschaftlerin lehrte bisher an der Stellenbosch Universität im südafrikanischen Kapstadt, war allerdings schon mehrfach zu Gastprofessuren an ausländischen Universitäten, darunter im schottischen Glasgow und in einigen japanischen Städten. Cornelissen will in Leipzig insbesondere das Ostasiatische Institut und das Global and European Studies Institute für Literaturrecherchen zu ihren Forschungsthemen nutzen.

„Gerade weil sich die wissenschaftliche Perspektive auf die asiatisch-afrikanischen Beziehungen in den Ländern des südlichen Afrikas noch in den Kinderschuhen befindet, bietet mir die Universität Leipzig perfekte Voraussetzungen, um mit einer gewissen Distanz über meine bisherige Forschung zu reflektieren“, sagt die neue Leibniz-Professorin über ihre temporäre Heimat.

Fokus von Japan nach China

Die Politikwissenschaftlerin hat ihre Forschung in den vergangenen Jahren kontinuierlich den Veränderungen in vielen afrikanischen Ländern angepasst. Mitte der Neunziger war Japan noch der größte Partner für Entwicklungszusammenarbeit auf dem südlichen Kontinent, das Engagement fand parallel zur wirtschaftlichen Stärke des asiatischen Landes statt.

Doch inzwischen hat das aufstrebende China die Rolle Japans übernommen, das seinerseits mit ökonomischen Schwierigkeiten kämpft. Für Cornelissen Grund genug, auch ihre Forschung den neuen Strukturen anzupassen – und die veränderten gesellschaftlichen Realitäten zu thematisieren. Denn immer mehr Chinesen kämen in die afrikanischen Länder. „Viele Afrikaner kritisieren daher nicht nur die Ausbeutung der Ressourcen ihrer Länder durch asiatische Großinvestoren. Immer mehr afrikanische Händler sind auch über die neue Konkurrenz nicht erfreut, sodass sich hier vielerorts eine neue Form von Rassismus entwickelt“, berichtet die Südafrikanerin.

Antrittsvorlesung am 3. Juni

Außerdem für Cornelissen interessant: Die Wahrnehmung Asiens in der afrikanischen Wissenschaft. Gleichzeitig das Thema ihrer Antrittsvorlesung. Damit will sie auch Diskussionen in ihrer Heimat Südafrika anregen.

Die Universität Leipzig vergibt die Leibniz-Professur zweimal jährlich. Scarlett Cornelissen wird unter anderem am Graduiertenzentrum für Geistes- und Sozialwissenschaften der Research Academy die Leitung eines Forschungsseminars für Promovierende zum Thema Kulturtransfer und politischer Weltordnung übernehmen.

Englischsprachige Antrittsvorlesung von Scarlett Cornelissen zum Thema „Africa in the African Scholarly Imaginary“ am 3. Juni um 17.45 Uhr im Alten Senatssaal, Rektoratsgebäude, Ritterstraße 26.

Lucas Grothe

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