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Bildung Neuer Rover fürs Nasa-Rennen aus Leipzig - Institut tritt wieder in Huntsville an
Leipzig Bildung Neuer Rover fürs Nasa-Rennen aus Leipzig - Institut tritt wieder in Huntsville an
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23:59 02.01.2014
Animation des neuen Tretmobil-Rovers. Quelle: Isei

Bisher waren die Isei-Tüftler beim sogenannten Moonbuggy-Race in der Mondraketen-Stadt immer mit Hightech-Tretgefährten unterwegs, deren Räder luftbereift waren. "Jetzt sind die Wettbewerbsbedingungen geändert worden und das bedeutet für uns, neue konstruktive Wege zu gehen", erklärt Vereinschef Ralf Heckel.

Seit 2007 sind die Leipziger Jahr für Jahr mit ihren Fahrzeugen der Marke Ganymed auf dem Hinderniskurs in Huntsville aktiv und räumten diverse Preise ab. Doch 2014 wird bei dem Wettkampf mit Teams aus aller Welt einiges anders. Er heißt nun nicht mehr Moonbuggy-Race, sondern Human Exploration Rover Challenge. Und luftbereifte Mobile dürfen nicht mehr über die Buckelpiste rund um das Space-Rocket-Center geschickt werden. Außerdem bekommt der Parcours durch größere Gesteinsbrocken und tiefere Sandgruben einen noch höheren Schwierigkeitsgrad.

"Konzeptionell haben wir uns darauf schon eingestellt", meint Heckel und verweist auf den virtuell vollzogenen Roll out des Isei-Gefährtes der neuen Generation. Am Computer bekam es sein Design, statt Pneus hat der Rover vier Räder mit breiter Rollfläche und Speichen aus speziellem Kunststoff. Damit alles rund läuft und nicht rumpelt, werden die Felgen mit einer Gummischicht überzogen.

Implantiert wird viel Know-how, etwa ein System, mit dem die per Beinkraft und Pedal eingespeiste Energie mit noch höherem Wirkungsgrad als bisher in Vortrieb umgesetzt wird. Heckel: "In den nächsten Monaten wird der Rover nach und nach real Gestalt annehmen, Mitte April treten wir dann mit ihm bei dem Rennen in den USA an." Dann will das Isei dort nicht nur seine Erfolgsserie fortsetzen. Die Leipziger loben bei dem Wettstreit erstmals selbst einen Preis aus - den mit 1000 Dollar dotierten Jesco von Puttkamer International Award. Hintergrund: Der Ende Dezember 2012 im Alter von 79 Jahren verstorbene Jesco von Puttkamer war nicht nur einer der prominentesten Nasa-Manager, sondern wirkte auch als Isei-Förderer und war gebürtiger Leipziger.

Im Gedenken an ihn hatte Heckel 2013 an Puttkamers Geburtshaus in der Salomonstraße sowie dessen Wohnhaus in Huntsville Erinnerungstafeln angebracht und in Leipzig die Puttkamer-Gesellschaft gegründet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.01.2014

Mario Beck

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