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Bildung Neues Gesicht für Wilhelm-Ostwald-Gymnasium in Leipzig - 500 Schüler ziehen wieder ein
Leipzig Bildung Neues Gesicht für Wilhelm-Ostwald-Gymnasium in Leipzig - 500 Schüler ziehen wieder ein
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18:18 23.11.2011
Bürgermeister Thomas Fabian mit den Schülern in den sanierten Räumen des Wilhelm-Ostwald-Gymnasium. Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

Nach fast dreijähriger Sanierung übergab Bürgermeister Burkhard Jung (SPD) die Schule am Mittwoch offiziell wieder an Lehrer und Schüler.

„Ich finde es ist sehr schön geworden", sagt Michaela Müller. „Vorher war der Großteil des Gebäudes grau, jetzt ist er weiß, das wirkt viel freundlicher", so die 14-jährige Schülerin. Auch Jonathan Helm gefällt die neue Lernatmosphäre: „In den Unterrichtsräumen und Laboren haben wir jetzt viel mehr Platz auf den Tischen, daher ist es einfacher, dort zu experimentieren", meint der 13-Jährige. Auch zwei neue interaktive Tafeln hat die Schule angeschafft, die mithilfe von Beamer, PC und einem Sensorik-Stift als Touchscreen fungieren. „Damit lassen sich die Experimente besser darstellen und simulieren. Das ist einfacher, als sie nachzubauen", erklärt der Schüler.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_13366] Genau zwei Jahre und neun Monate haben die Bauarbeiten, die Anfang 2009 starteten, gedauert. In dieser Zeit sind die beiden Gebäudeteile der Schule in der Lößniger Willi-Bredel-Straße nicht nur saniert sondern auch um einen als Mensa und Aula genutzten Verbindungsbau mit neuem Haupteingang erweitert worden. Darüber prangt in dicken Lettern das Motto des Namensgebers Wilhelm Ostwald: „Verschwende keine Energie, verwende sie".Getreu diesem Motto ist das Schulgebäude als Passivhaus saniert worden. „Es verfügt über eine extrem effiziente Wärmedämmung und zur Energiegewinnung nutzen wir die Wärmegewinnung aus der Lüftung", erklärt Schulleiter Steffen Jost. Die finanziellen Mittel für die Kosten von rund 11,5 Millionen Euro stammen von der Stadt, die die Schule als Pilotprojekt mit 4,5 Millionen unterstützt hat. Knapp sieben Millionen Euro flossen zu gleichen Teilen aus Bundes- und Landesmitteln.„Die nächsten Passivhausprojekte sind die 3. Grundschule in der Leipziger Bernhard-Göring-Straße, die Pablo-Neruda-Schule und die Kästner-Schule", verrät Bürgermeister Thomas Fabian (SPD). Baubeginn der dritten Grundschule sei im nächsten Jahr, die Fertigstellung aller drei Schulen solle bis zum Schuljahr 2014 erfolgen, so Fabian. Zur Auswertung des Pilotprojektes habe das Hochbauamt bereits ein Konzept entwickelt. Die ersten Zwischenergebnisse werden jedoch erst in einem Jahr erwartet.„Uns geht es nicht darum, nur Elite-Schulen wie Gymnasien zu sanieren", Oberbürgermeister Burkhard Jung, der versprach, sich als nächstes der Lene-Voigt-Mittelschule anzunehmen. Von einem Gesamtinvestitionsetat der Stadt im Jahr 2012 von 100 Millionen Euro würden rund 30 Millionen Euro in Schulen fließen, so Jung.Während des Umbaus hatte ein Teil der rund 500 Schüler den Unterricht in das ehemalige Fechnergymnasium in Schönefeld verlegen müssen. „Es ist schön, endlich wieder zusammen zu sein", sagt Schulleiter Steffen Jost bei der Eröffnung erleichtert. „Die Kommunikation mit Lehrern und Schülern hat sich während der Bauphase doch recht schwierig gestaltet, aber gemeinsam haben wir das gut über die Bühne gebracht."

Stefanie Buessing

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