Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bildung Neues Gymnasium im Leipziger Osten: Areal direkt am Friedhof – Gläserne Brücke geplant
Leipzig Bildung Neues Gymnasium im Leipziger Osten: Areal direkt am Friedhof – Gläserne Brücke geplant
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:16 09.10.2013
Soll wieder aktiviert werden: der Schulstandort Gorkistraße. Quelle: André Kempner
Anzeige
Leipzig

Ungewöhnlich: Das Schul-Areal grenzt unmittelbar an den Friedhof Schönefeld, und der Weg zur Kapelle führt zwischen den Schulgebäuden hindurch. Die Stadt setzt jetzt auf eine gläserne Brücke als Verbindung. Im November beschäftigt sich der Stadtrat mit den Plänen.

Rund 16,8 Millionen Euro sollen  in die Sanierung und Erweiterung der Schulgebäude in der Gorkistraße fließen. Davon müsste Leipzig etwa 10 Millionen Euro aufbringen, der Rest soll aus Fördermitteln kommen. Der 1878 als Volksschule entstandene Bau am Grundstück 25 empfängt nach der Sanierung als Hauptgebäude die Pennäler. Ein etwas jüngerer Gebäudeteil wird abgerissen und neu aufgebaut.

In der Gorkistraße 15 wird das Schulhaus von 1895 ebenfalls denkmalgerecht saniert und mit einem Neubau erweitert. Dort ziehen die Fachräume für musischen, technischen und naturwissenschaftlichen Unterricht ein, ausgestattet mit Beamern und interaktiven Tafeln. Ein Aufzug soll den Zugang zu allen Gebäudeteilen für gehandicapte Schüler bequem ermöglichen.

Friedhof als Nachbar

Ausschnitt aus den Plänen für das Gymnasium in Schönefeld: Eine Brücke soll die Gebäude in der Gorkistraße 15 und 25 verbinden. Quelle: Stadt Leipzig

Besonderheit: Seit eh und je liegen die Schulstandorte der Gorkistraße in direkter Nachbarschaft zum Friedhof Schönefeld. Damit der Schulalltag zwischen den Häusern 15 und 25 funktioniert, setzten die Planer auf eine schicke bauliche Lösung: Ein geschlossener und geschwungener gläserner Gang verbindet die Gebäude im ersten Obergeschoss.

Die Brücke überspannt den Weg zur Kapelle des Friedhofs. Diese Lösung soll die Bedürfnisse der Stadt und des Nachbarn Kirche berücksichtigen, heißt es in dem Dokument der Dezernate Bau- und Stadtentwicklung sowie Jugend und Familie. In die Frontansicht des neuen Gymnasial-Komplexes ist die Kapelle quasi in die Mitte eingebettet, der Glasgang schiebt sich teilweise davor. Mit der Matthäusgemeinde, zu der der Friedhof gehört, sei die Stadt derzeit im Gespräch, teilte die Verwaltung auf Anfrage von LVZ-Online mit.

Offen ist derzeit die Frage, wo die künftigen Gymnasiasten Sport treiben werden. Das Freiflächenangebot an der Grenze zum Friedhof ist begrenzt. Dort entstehen auch Aufenthaltsbereiche für die Pausen. Ein Gelände an der Bautzner Straße muss außerdem künftig für die nötigen Schul-Parkplätze hergerichtet werden. Die federführenden Dezernate prüfen derzeit, welche „Bestandsanlagen“ an Sporthallen und –Plätze sich für eine Nutzung eignen. Zur Diskussion stehe der Sportplatz der Astrid-Lindgren-Schule, ungefähr fünf Minuten Fußweg von der Gorkistraße entfernt, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Es gebe außerdem Überlegungen für den Bau einer Sporthalle. "Die Vorarbeiten für den Grunderwerb laufen gerade", hieß es weiter.

Entscheidung liegt beim Stadtrat

Seit diesem Schuljahr herrscht Alarmstufe Rot im Leipziger Schulsystem: Die 16 städtischen Gymnasien sind voll. Deshalb sieht die Schulnetzplanung verstärkt die schnelle Wiederbelegung aufgegebener Bildungsstandorte vor. Der Leipziger Osten liegt Stadtplanern und –politikern dabei besonders am Herzen. Mit dem Baustart eines vierzügigen Gymnasiums in Schönefeld sollen nicht nur Kapazitätsengpässe beendet werden. Der Stadtbezirk soll dadurch auch insgesamt attraktiver werden. Im November sollen die Stadträte über die Zukunft des Schulstandortes Gorkistraße entscheiden.

Evelyn ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft hat ihren diesjährigen Forschungspreis an die Leipziger Wissenschaftlerin Nora Klöting vergeben. Sie erhielt die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre Studien in der Fettgewebeforschung am Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) Adipositas-Erkrankungen, wie die Universität Leipzig am Dienstag mitteilte.

08.10.2013

Um die Droge Metamphetamin, auch Crystal genannt, soll es bei einem Info- und Diskussionsabend am kommenden Donnerstag ab 19 Uhr im Leipziger Liebknechthaus in der Braustraße 15 gehen.

08.10.2013

Wenn Stühle Namen haben, hat das nicht unbedingt immer mit einem schwedischen Einrichtungshaus zu tun. Jeder Leipziger hat jetzt die Möglichkeit, seinen Namen dauerhaft an einem Sitzmöbel für das Paulinum am Universitätscampus Augustusplatz zu verewigen.

08.10.2013
Anzeige